Herbstausflug des Vereins Bierchäller
Der Gelterkinder Verein Bierchäller hat sich bekanntlich um die Suche und spätere Freilegung des alten Eiskellers der ehemaligen Brauerei Farnsburg in Gelterkinden gekümmert. Ausserdem betreibt er ein kleines Museum im ehemaligen ...
Herbstausflug des Vereins Bierchäller
Der Gelterkinder Verein Bierchäller hat sich bekanntlich um die Suche und spätere Freilegung des alten Eiskellers der ehemaligen Brauerei Farnsburg in Gelterkinden gekümmert. Ausserdem betreibt er ein kleines Museum im ehemaligen «Pulverhüsli» an der Rünenbergerstrasse.
Wie immer im Herbst stand auch dieses Jahr ein Ausflug auf dem Vereinsprogramm. Logischerweise geht es da jeweils um Bier, und nachdem man letztes Jahr in die Katakomben der ehemaligen Brauerei Gurten abgestiegen war und später das Nachfolgebier des jungen «Wabräu» degustiert hatte, stand heuer der Besuch von «Öufi-Bier» in Solothurn an. Vereinsmitglied Piero Torre als waschechter Solothurner hatte den Vorschlag eingebracht und die Besichtigung auch gleich organisiert.
So machten sich denn vergangenen Freitag gut 20 Vereinsmitglieder auf in die Ambassadorenstadt, in der die Zahl 11 eine spezielle Bedeutung hat, was natürlich der Grund für die Namensgebung der Brauerei ist. Sie besteht seit dem Jahr 2000 und wird in zweiter Generation von den Geschwistern Louise und Moritz Künzle geführt.
Moritz, seines Zeichens Bierbrauer, war es dann auch, der die Baselbieterinnen und Baselbieter äusserst kompetent durch Braustube und Flaschenabfüllerei führte. Dabei gaben sich viele nicht einfach mit dem Vortrag zufrieden, sondern wollten mehr wissen. Natürlich geriet der gewiefte Chef der Firma nie in Verlegenheit und wusste Antwort auf jede Frage.
Seine Brauerei hat einen Jahresausstoss von 5000 Hektolitern und kann fast alles im eigenen Haus erledigen. Nur das Mälzen des Getreides und die Dosenabfüllung passieren nicht in den eigenen vier Wänden. 60 Prozent des Biers werden in Kegs, also Fässern, abgefüllt, der Rest in Flaschen und Dosen. In der zugehörigen «Brauibeiz» werden zehn Sorten Bier ausgeschenkt, wovon sich die angereisten Baselbieter gleich selber überzeugen konnten. Dazu wurde ein vorzüglicher «Bierschüblig» mit Beilagen gereicht. Verzehrt unter freiem Himmel mit ein paar «Wölkli» (siehe Titel) schmeckte das nach übereinstimmender Meinung vorzüglich. Für die ganze Palette an Biersorten reichte es dann doch nicht ganz, bis wieder zum Aufbruch geblasen wurde.
Gut genährt und mit neuen Empfindungen auf den Geschmacksnerven machte sich die Truppe wieder mit Bus und Bahn Richtung Gelterkinden auf, wo es für einige zum Dessert in der «Bierfabrik» dann noch ein Vergleichsgebräu sein musste. «The Power of positive Drinking», wie es ein Slogan von «Öufi-Bier» verheisst.
Verein Bierchäller