Es herrscht Aufbruchstimmung im «Tal»
24.03.2026 OberdorfViel Polit-Prominenz bei der Generalversammlung des Vereins KMU Waldenburgertal
Die 17. Generalversammlung des KMU Waldenburgertal war geprägt von einer deutlichen Aufbruchstimmung. Der Baselbieter Volkswirtschaftsdirektor Thomi Jourdan (EVP) und der Oberdörfer ...
Viel Polit-Prominenz bei der Generalversammlung des Vereins KMU Waldenburgertal
Die 17. Generalversammlung des KMU Waldenburgertal war geprägt von einer deutlichen Aufbruchstimmung. Der Baselbieter Volkswirtschaftsdirektor Thomi Jourdan (EVP) und der Oberdörfer Gemeindepräsident Piero Grumelli spendeten dem Verein und seinen Mitgliedern viel Lob.
André Frauchiger
Die 17. Generalversammlung des KMU Waldenburgertal mit 57 Stimmberechtigten fand im Vereinszimmer an der Schulstrasse 19a in Oberdorf statt. Der Verein zählt 153 Mitglieder. Höhepunkt der letztjährigen Vereinstätigkeiten war die grosse Gewerbeausstellung «RegiOnal2025», die vom 12. bis 14. September mit über 75 Ausstellern gewerblicher Betriebe über die Bühne ging. Wie OK-Präsident Samuel Hubschmid an der GV ankündigte, soll die nächste Gewerbeausstellung im Jahr 2030 stattfinden.
Piero Grumelli, Gemeindepräsident der gastgebenden Gemeinde Oberdorf, pries die «RegiOnal 2025» als «bescheiden, aber gigantisch». Sie habe mit Ideenreichtum geglänzt. Auch die enge Zusammenarbeit des KMU mit der Sekundarschule Oberdorf, unter anderem mit der Durchführung der «Berufsinfo 2025», erhielt von Grumelli höchstes Lob. Sein Fazit: «Der Verein KMU Waldenburgertal ist eine wichtige Stütze des Waldenburgertals.»
Der Baselbieter Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor Thomi Jourdan (EVP) zeigte sich auch beeindruckt von den Leistungen des «starken Vereins mit seiner grossartigen Arbeit». Die Tatsache, dass auch die beiden Gemeindepräsidentinnen von Waldenburg und Hölstein, Andrea Sulzer und Andrea Heger, der Versammlung beiwohnten, unterstrich die zunehmende Bedeutung des Vereins. Hansruedi Wirz von der Wirtschaftskammer Baselland äusserte ebenfalls seine Freude über die bei schönstem Wetter ausgetragene «RegiOnal». Am 26. November dieses Jahres wird der nächste «Tag der Wirtschaft» mit vielen beteiligen Firmen in der Basler St. Jakobshalle stattfinden. Es wird auf grosses Interesse vor allem vonseiten des Berufsnachswuchses gehofft.
In die Zukunft investieren
Trotz grosser Ausgaben mit der Gewerbeausstellung ist es dank rund 19 000 Franken an aufgelösten Rückstellungen gelungen, die Jahresrechnung des KMU Waldenburgertal mit schwarzen Zahlen abzuschliessen. Das Gesamtvermögen beträgt immer noch rund 79 000 Franken. Für die nächste «RegiOnal» in vier Jahren sollen wiederum Rückstellungen vorgenommen werden. Vor diesem Hintergrund wurden der Jahresbeitrag unverändert auf 130 Franken belassen und das Budget 2026 einhellig genehmigt. Kassier Stefan Grossmann stellte klar, dass der Vorstand in erster Linie in Aktionen zur Sicherung der Zukunft des einheimischen Gewerbes im Waldenburgertal investieren wolle und nicht die Absicht bestehe, nur Vereinsvermögen zu bilden. Ein Aufruf von Grossmann galt dem seit vielen Jahren bestehenden «Waldenburger Taler». Im Wert von rund 22 000 Franken sei dieser bei den Betrieben im Tal noch nicht eingelöst worden. Das Angebot der Firmen an die Kundschaft, den «Waldenburger Taler» als Zahlungsmittel zu akzeptieren, bestehe nach wie vor.
Beim Jahresprogramm 2026 des KMU Waldenburgertal stechen drei Anlässe hervor: der Maimarkt vom 9. Mai in Hölstein, die Berufsinformation an der Sekundarschule Oberdorf vom 21. November und der beliebte «Weihnachtszauber» am 20. De - zember in Oberdorf. Der Maimarkt feiert 2026 sein 40-Jahre-Jubiläum. Im vergangenen Jahr präsentierten sich fast 70 Unternehmen. OK-Chef Gerhard Dill erklärte, aktuell seien 41 Firmen für den Maimarkt angemeldet. Er sei zuversichtlich, dass sich noch viele Betriebe bis zur Anmeldefrist für eine Teilnahme entscheiden, um sich der Kundschaft zu präsentieren.
Mehr Identität schaffen
Viel zu reden gab der überarbeitete «Schatzfinder 2026». Katrin Kaden wies darauf hin, dass es sich hierbei nicht nur um ein Bon-Buch für den vergünstigten Einkauf in Betrieben handle, sondern um eine «Aktion für die Stärkung des Tals für das Tal». Der Bevölkerung werde mit diesem Buch, das neu auch spannende und wahre Geschichten aus dem Waldenburgertal von Hanspeter Gautschin enthält, auch gute Unterhaltung geboten. Wer bei einer Firma den Bon einlöst, unterstützt bei einem Auftrag letztlich auch deren Weiterbestehen. Katrin Kaden forderte die versammelten Unternehmerinnen und Unternehmer eindringlich auf, den «Schatzfinder 2026» für die interessierte Kundschaft zu kaufen und aktiv an diese weiterzugeben. Er koste für die Kundschaft 35 Franken, lohne sich bei den vielen enthaltenen Vergünstigungen sehr und kann bei Unternehmen oder über die Homepage www.kmuw.ch erworben werden.
Der Vorstand des KMU Waldenburgertal beteiligt sich seit dem 1. Oktober 2025 auch am von der kantonalen Standortförderung mitgetragenen Projekt «Waldenburgertaler Schatzfinder 2.0». Dabei geht es erstens um die Schaffung von mehr Identität im Waldenburgertal – mit der eindrücklichen Industriegeschichte und mit der Weckung von viel Unternehmergeist, verbunden mit dem neu geschaffenen Maskottchen «Schafi» («Das schaffe ich»). Zweitens soll auf der Basis des «Schatzfinders» eine Präsentations-Plattform geschaffen werden, mit Hinweis auf den Stolz von Unternehmen und der Bevölkerung auf «ihr» Tal sowie auf die bestehende Vielfalt an Betrieben. Drittens sollen Projekt-Plattformen gebildet werden unter dem Titel «Wir gestalten unsere Zukunft aktiv, es gibt gemeinsame kreative Lösungen».
Am Projekt beteiligt sind neben der kantonalen Standortförderung Baselland und dem KMU Waldenburgertal auch verschiedene Industrie- und Gastgewerbebetriebe sowie Tourismus Baselland. Bis Ende September dieses Jahres soll das Projekt inklusive Erarbeitung einer Finanzstruktur vorliegen. Dies zur längerfristigen Sicherung des neuen «Waldenburger Schatzfinders 2026» mit jeweils 100 Einkaufs-Bons von 50 lokalen Unternehmen. Ganz nach dem Motto: «Für es WB-Tal, wo me gärn läbt und schafft.»

