Gemeindeversammlung verabschiedet Kinderbetreuungsreglement
en. Die Traktandenliste der Gemeindeversammlung von Itingen gab am Mittwoch keinen Anlass zu Diskussionen. Finanzchef Peter Bosch präsentierte erfreuliche Zahlen, und Cécile Schmidt Bur, die am 1. Juli ...
Gemeindeversammlung verabschiedet Kinderbetreuungsreglement
en. Die Traktandenliste der Gemeindeversammlung von Itingen gab am Mittwoch keinen Anlass zu Diskussionen. Finanzchef Peter Bosch präsentierte erfreuliche Zahlen, und Cécile Schmidt Bur, die am 1. Juli als erste Frau in der 800-jährigen Geschichte Itingens das Gemeindepräsidium übernimmt, brachte das Reglement über die familienergänzende Kinderbetreuung problemlos durch die Abstimmung.
Bosch präsentierte die Jahresrechnung mit einem Gesamtaufwand von 12,94 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 12,97 Millionen Franken. Daraus resultierte ein Ertragsüberschuss von gut 30 000 Franken. Gegenüber dem Budget fiel das Ergebnis um 147 000 Franken besser aus. Den Mehrertrag bei den Steuern von 928 000 Franken bezeichnete Bosch als «super toll».
Gleichzeitig wies er darauf hin, dass Itingen aufgrund seiner gestiegenen Steuerkraft im Jahr 2025 deutlich weniger Ressourcenausgleich vom Kanton erhalten habe. Dieser Rückgang habe rund 1 Million Franken betragen.
Vor der einstimmigen Genehmigung der Rechnung nahm die Gemeindeversammlung zudem zur Kenntnis, dass das Eigenkapital der Gemeinde 13,6 Millionen Franken beträgt. Die Verschuldung pro Einwohner konnte seit 2022 von 1778 Franken auf 894 Franken im Jahr 2024 reduziert werden. Bosch sprach von einer «sehr schönen Entwicklung».
Emotionaler Abschied
Die designierte Gemeindepräsidentin Cécile Schmidt Bur stellte den Erlass zur familienergänzenden Kinderbetreuung als Investition in die Zukunft der Familien vor. Als Gründe für die Einführung nannte sie unter anderem die Verhinderung von Sozialhilfeeintritten sowie die Förderung des Wiedereinstiegs ins Erwerbsleben. Die Kosten für die Gemeinde werden auf rund 20 000 Franken pro Jahr geschätzt. Gemäss einer Umfrage dürften etwa 15 Familien von Gemeindebeiträgen profitieren.
Im Mittelpunkt des Abends stand jedoch die Verabschiedung von Gemeindepräsident Martin Mundwiler. Gemeinderat und Bevölkerung würdigten sein langjähriges Engagement. Sämtliche Mitglieder des Gemeinderats hoben seine grossen Verdienste hervor und erinnerten dabei auch an den beträchtlichen Umfang seiner Freiwilligenarbeit. Vizepräsident Silvio Strub unterlegte die Würdigung mit eindrücklichen Zahlen. Mundwiler leitete 557 Gemeinderatssitzungen und investierte rund 1600 Stunden in diese Aufgabe. Daraus entstanden über 6100 Seiten Protokoll.
Sichtlich gerührt schloss Martin Mundwiler seine letzte Gemeindeversammlung mit Hinweisen auf die Bundesfeier, die 800-Jahr-Feier vom 19. September sowie die nächste Gemeindeversammlung. Seine Mitteilung, dass der Fuss- und Veloweg nach Sissach künftig beleuchtet wird, wurde mit Applaus aufgenommen.