Einsatz und Emotionen für die Projektarbeit
05.05.2026 GelterkindenThemen- und Projektwoche der Sekundarschule
Wie jedes Jahr begleitete eine merkwürdig emotionale Note die Projektwoche an der Sekundarschule Gelterkinden. Am Freitag vor den Osterferien bevölkerten 15-Jährige mit Eigenbau-Gokarts, selbst gezimmerten Gamingtischen (inkl. ...
Themen- und Projektwoche der Sekundarschule
Wie jedes Jahr begleitete eine merkwürdig emotionale Note die Projektwoche an der Sekundarschule Gelterkinden. Am Freitag vor den Osterferien bevölkerten 15-Jährige mit Eigenbau-Gokarts, selbst gezimmerten Gamingtischen (inkl. LED-Beleuchtung!), Taschen voll natürlich hergestellten Beauty-Produkten oder einer Schachtel mit einem Fantasy-Roman frisch aus der Druckerei die Gänge der Schule. Über das ganze letzte Schuljahr hinweg hatten die Schüler und Schülerinnen der 3. Sekundarklassen an eigenen Projekten gearbeitet. Für die Lehrer und Lehrerinnen bedeutete jedes gelungene Projekt eine Bestätigung, dass die Jugendlichen bereit sind, im August mit Motivation und Eigeninitiative ins Berufsleben zu starten.
Die restlichen Schüler und Schülerinnen verbrachten die Woche klassen- und niveauübergreifend in Kursen zu Programmieren und Modellbau, im Skilager, draussen im Wald oder stellten ein Musical auf die Beine. Manche haben sicher bereits eine Idee bekommen, in welche Richtung ihre Projektarbeit in der 3. Klasse gehen soll!
Ausstellung der Projektarbeiten
Freitag, 8. Mai, 15 bis 18 Uhr; Samstag, 9. Mai, 10 bis 14 Uhr.
Die Projektarbeiten der Abschlussklassen werden in einer Ausstellung in der Aula der Sekundarschule Gelterkinden präsentiert.
Besucher sind willkommen!
Ausdrucksmalen ist viel mehr als einfach nur malen
In der Themenwoche an der Sekundarschule Gelterkinden beschäftigen wir uns unter anderem mit dem Ausdrucksmalen. Viele haben am Anfang gar nicht genau gewusst, was das eigentlich ist. Man denkt zuerst, dass es einfach normales Malen ist, aber das stimmt nicht ganz.
Beim Ausdrucksmalen geht es nämlich nicht darum, ein schönes oder perfektes Bild zu machen. Es geht darum, das zu malen, was man fühlt oder denkt. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Das ist für viele am Anfang ungewohnt, weil man sonst in der Schule oft bewertet wird.
Man kann selber entscheiden, was man malt, welche Farben man nimmt und wie lange man an einem Bild arbeitet. Manche malen schnell und mit viel Farbe, andere eher langsam und ruhig. Beides ist völlig okay.
Ein wichtiger Punkt ist, dass man einfach anfängt und nicht zu viel nachdenkt. Man malt drauflos und schaut, was passiert. Oft verändert sich das Bild während des Malens, und manchmal weiss man am Anfang gar nicht, was am Ende rauskommt.
Beim Ausdrucksmalen kann man auch gut seine Gefühle zeigen. Wenn man zum Beispiel gestresst oder wütend ist, kann man dies in das Bild reinmalen. Man braucht keine Worte dafür. Farben und Bewegungen reichen schon. Das hilft vielen, sich besser zu fühlen und den Kopf etwas freier zu bekommen.
Auch wenn man traurig oder nachdenklich ist, kann das Malen helfen. Man merkt manchmal erst beim Malen, was eigentlich in einem drin ist. Das ist ein bisschen speziell, aber auch spannend.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass niemand die Bilder bewertet. Niemand sagt, ob etwas schön oder hässlich ist. Das macht es viel entspannter, weil man keine Angst haben muss, etwas falsch zu machen. Alle respektieren sich gegenseitig.
Viele finden, dass das Malen ruhig macht. Man kann sich besser konzentrieren und vergisst für einen Moment den ganzen Stress von Schule oder Alltag. Andere finden es am Anfang schwierig, weil es so offen ist. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran.
Man lernt beim Ausdrucksmalen auch etwas über sich selbst. Zum Beispiel, wie man arbeitet, welche Farben man mag oder wie man mit Fehlern umgeht. Das merkt man oft gar nicht direkt, aber es passiert trotzdem.
Im Gegensatz zum normalen Zeichnen oder Kunstunterricht geht es hier nicht darum, eine Technik zu lernen. Es geht mehr darum, sich selber auszudrücken und etwas auszuprobieren. Jedes Bild ist anders und gehört zu der Person, die es gemalt hat.
Insgesamt kann man sagen, dass Ausdrucksmalen mehr ist als nur malen. Es hilft, sich zu entspannen, Gefühle zu zeigen und sich selbst besser kennenzulernen. Genau deshalb passt es auch gut in die Themenwoche an der Sekundarschule.
Valentina Polara, Julie Fankhauser Leitung: Kathrin Brogli
Unser möbliertes Miniatur-Modellhaus
Dieses Projekt ermöglichte es uns, unsere Fantasien und Ideen zu verwirklichen und zum Leben zu erwecken. Es war uns wichtig, unsere persönliche Note einbringen zu können und so ein Haus zu gestalten, das uns beiden gefallen würde. Unser Ziel für dieses Projekt war es, sowohl in technischer als auch in kreativer Hinsicht etwas aus den vergangenen Monaten mitzunehmen. Uns war es wichtig, mehr als nur Interesse in dieses Projekt zu stecken. Insgesamt haben wir das Modellhaus in 90 Arbeitsstunden fertigstellen können.
Melina Wüthrich, Mia Schaffner (Projektarbeit 3. Sekundarklasse)
Be happy? – Bee happy! – Alles über Bienen und Honig
«Be happy» heisst es sowieso immer, wenn in der Sekundarschule Gelterkinden die Themenwoche vor der Türe steht. Passend dazu wurde der Kurs mit dem Titel «Bee happy» durchgeführt. Wie der Name des Kurses bereits verlauten lässt, drehte sich in dieser Woche alles um Bienen. Die Schülerinnen und Schüler tauchten also ins spannende Universum des kleinen, schwirrenden Insekts ein und setzten sich in diesem Zusammenhang aktiv mit Honig, Wachs, Honigbienen, Wildbienen, Nistmöglichkeiten und vielem Weiteren auseinander.
Auch wenn selbst gekochte Gerichte mit Honig etwas ungewohnt schmecken, waren alle Beteiligten in der Küche motiviert bei der Sache, empfanden jedoch eher das Backen, bei welchem Basler Läckerli, Honig-Sablés und Honigkuchen produziert wurden, als grosses Highlight. Natürlich durfte in dieser Woche auch ein Film über das Leben der Honigbiene nicht fehlen. Anstatt Popcorn gab es jedoch das selbst gemachte Honiggebäck und einen Chai Latte.
Das Herstellen einer Honig-Lippenpomade machte den Einkauf im Drogeriegeschäft überflüssig und zeigte, wie viel Heilsames uns die Bienen liefern. Um etwas an die frische Luft zu kommen, begaben sich die Teilnehmenden auf der Spur der Bienen auf den Honigweg in Rünenberg, wo die Mühen zum Schluss mit einem kleinen, süssen Schatz belohnt wurden. Ganz nach dem Motto «Bee happy» wurde die Wildbienenpopulation des Baselbiets tatkräftig unterstützt, indem alle Schülerinnen und Schüler ein «Bienenhotel» (Nistkasten für Wildbienen und weitere Insekten) fertigten, das sie anschliessend in ihrem Garten aufstellen durften. Happy waren am Ende der Woche hoffentlich auch alle Schülerinnen und Schüler, die mit einem angereicherten Koffer an Bienenwissen in die Ferien entlassen wurden.
Pauline Raeymaekers




