Texte von Helene Bossert werden vertont
vs. Mit ihrer urchigen Mundartdichtung begeisterte Helene Bossert einst ein grosses Publikum. Heute sind ihre Texte weitgehend in Vergessenheit geraten. Das Konzertprogramm «Hoi Leni!» möchte dies ändern. Mit der ...
Texte von Helene Bossert werden vertont
vs. Mit ihrer urchigen Mundartdichtung begeisterte Helene Bossert einst ein grosses Publikum. Heute sind ihre Texte weitgehend in Vergessenheit geraten. Das Konzertprogramm «Hoi Leni!» möchte dies ändern. Mit der Premiere von «Hoi Leni!» würdigt der «Cheesmeyer» die Dichterin, die in Sissach lebte und wirkte.
Helene Bossert lebte im 20. Jahrhundert im Baselbiet und fesselte ihr Publikum mit ihrer unverwechselbaren Art, Texte vorzutragen – lange bevor es den Begriff «Spoken Word» gab. Nach einer Russlandreise während des Kalten Krieges wurde sie als kommunistische Landesverräterin angeprangert. Sie verlor ihre Stelle beim Radio, Lesungen wurden abgesagt und in ihrem Dorf wurde sie ausgegrenzt. Erst Jahrzehnte später erhielt sie wieder öffentliche Anerkennung.
Die Liedermacherin Seraina Clark, selbst im Baselbiet aufgewachsen, stiess auf Bosserts Gedichte und begann, sie zu vertonen. Daraus entstand ein Konzertprogramm zwischen Neuer Volksmusik, Chanson und Folk, gemeinsam mit dem Musiker Simon Dettwiler am Schwyzerörgeli.
«Hoi Leni!» ermöglicht eine Begegnung mit Helene Bossert als Dichterin und als Mensch. Zwischen den Liedern erzählen Hintergrundgeschichten von ihrem Leben und Werk sowie von der Entstehung der Vertonungen. Ergänzt wird das Programm durch Volksmusik und Naturjodel aus der Region.
Konzert «Hoi Leni! – Helene Bossert vertont», Freitag, 16. Oktober, 19.30 Uhr, «Cheesmeyer», Sissach. Bühne im Dach, 4. OG. www.hoileni.ch