Schwyzerörgeli-Grossformation Tschoppehof erlebt Natur, Musik und besonderes Serpent-Konzert
Am Sonntag, 19. April, machte sich die Reisegruppe der Schwyzerörgeli-Grossformation Tschoppehof auf den Weg von Sissach nach Le Locle. Die Fahrt führte über die Freiberge. ...
Schwyzerörgeli-Grossformation Tschoppehof erlebt Natur, Musik und besonderes Serpent-Konzert
Am Sonntag, 19. April, machte sich die Reisegruppe der Schwyzerörgeli-Grossformation Tschoppehof auf den Weg von Sissach nach Le Locle. Die Fahrt führte über die Freiberge. Auch dort ist der Frühling eingezogen und erfreute uns mit blühenden Sträuchern, sattgrünen Bäumen und Feldern und vielen Blumen.
Nachdem wir die Städte La Chauxde-Fonds und Le Locle hinter uns gelassen hatten, kamen wir in den unterirdischen Mühlen «Col-des-Roches» an. Eine Mitarbeiterin des Museums führte uns in den Untergrund und durch die Höhlen, wo vom 17. bis ins 19. Jahrhundert bis zu fünf Mühlen gleichzeitig in Betrieb waren. Es wurde Getreide gemahlen, Öl gepresst, gedroschen und Holz gesägt. Wem die 230 Stufen zu viel waren, konnte sich im angegliederten Museum umschauen.
Nach dem Apéro ging die Fahrt weiter nach St. Imier. Dort genossen wir ein feines Mittagessen und musizierten anschliessend für unsere mitgereisten Gäste und die Restaurantbesucherinnen und -besucher.
Um 16 Uhr wartete der Höhepunkt unserer Reise auf uns. Ein Serpent-Konzert in der Kirche La Collégiale de St. Imier. Das Serpent ist ein historisches französisches Instrument aus dem 16. Jahrhundert. Es gehört zu den Blechinstrumenten, obwohl nur der oberste Teil aus Metall gefertigt ist. Der schlangenförmig gewundene Klangkörper ist aus Hartholz (meistens Nussbaum).
Das Konzert war das Abschlusskonzert eines dreieinhalbtägigen Workshops für Serpent-Spielerinnen und -Spieler im Jura. Die circa 30 Teilnehmenden kamen aus ganz Europa. In verschiedenen Kleinformationen kam der sonore, weiche und warme Klang der Serpente sehr gut zum Ausdruck. Neben Kirchenmusik aus dem 16. und 17. Jahrhundert wurde das eigens für das Konzert komponierte Stück eines Lausanner Saxofonisten uraufgeführt.
Mit einer Ausnahme waren alle Serpente von Stephan Berger, einem Baselbieter, der vor vielen Jahren in den Jura auswanderte, angefertigt worden. Seit 20 Jahren baut Stephan diese Instrumente mit viel Leidenschaft. Mit vielen Eindrücken und begleitet vom Klang der Serpente machten wir uns wieder auf den Heimweg ins Baselbiet.
Johanna Stucki, Präsidentin Schwyzerörgeli-Grossformation Tschoppehof