Dianne Reeves singt in der Martinskirche
vs. Kaum eine andere Jazzsängerin versteht es, ihr Publikum so sehr zu fesseln wie Dianne Reeves. Es kommt nicht von ungefähr, dass sie 2001 mit dem Live-Album «In The Moment» ihren ersten Grammy gewann. Seitdem ...
Dianne Reeves singt in der Martinskirche
vs. Kaum eine andere Jazzsängerin versteht es, ihr Publikum so sehr zu fesseln wie Dianne Reeves. Es kommt nicht von ungefähr, dass sie 2001 mit dem Live-Album «In The Moment» ihren ersten Grammy gewann. Seitdem warteten Fans vergeblich auf eine neue Konzertaufzeichnung von ihr. Mit «Light Up The Night – Live in Marciac» konnte Reeves ihnen diesen Wunsch 2017 endlich erfüllen. Und 2026 erfüllt sie allen Jazzfans in der Region einen Wunsch: Sie kommt im Rahmen der Offbeat-Konzerte am 15. März nach Basel in die Martinskirche.
Die 1956 in Detroit geborene Dianne Reeves begann ihre Laufbahn in einer Weise, wie sie in den 1930er- und 1940er-Jahren eigentlich für alle grossen Jazzsängerinnen üblich war: Bevor sie sich auf eigene Füsse stellte, absolvierte sie zunächst Lehr- und Wanderjahre an der Seite von Grössen wie dem Trompeter Clark Terry (ihrem ersten Mentor), Pianist Billy Childs und Sérgio Mendes. Von 1983 bis 1986 tourte sie mit Harry Belafonte um die ganze Welt.
Erst danach schlug Reeves den Weg für ihre Solokarriere ein, bei der sie von ihrem Cousin, dem Keyboarder und Produzenten George Duke, Starthilfe erhielt. Er stellte ihr für ihr «Blue Note»-Debütalbum «Dianne Reeves» eine Band mit unter anderem Herbie Hancock, Freddie Hubbard, Stanley Clarke und Tony Williams zusammen. Mitte der 1990er-Jahre gelang es ihr mit Alben wie «Quiet After The Storm» und «The Grand Encounter» schliesslich, zu einer der herausragenden Jazzsängerinnen ihrer Generation aufzusteigen.
Die «New York Times» feierte sie als die «meistbewunderte Jazz-Diva seit den Glanzzeiten von Sarah Vaughan, Ella Fitzgerald und Billie Holiday», während die «Chicago Tribune» sie als «eine der kreativsten und technisch versiertesten Sängerinnen der Jetztzeit» pries.
Dann gelang Reeves zu Beginn des neuen Jahrhunderts ein einmaliges Kunststück: Als erste Sängerin überhaupt erhielt sie für drei aufeinander folgende Alben jeweils einen Grammy: 2001 für das bereits erwähnte Live-Album «In The Moment», 2002 für «The Calling: Celebrating Sarah Vaughan» und 2003 für «A Little Moonlight». 2005 folgte der Soundtrack für den von der Kritik überschwänglich gelobten und vielfach preisgekrönten George-Clooney-Film «Good Night, and Good Luck», für den die Sängerin ihren vierten Grammy bekam.
Ihre erstaunliche Vielseitigkeit wird Reeves am 15. März in der Basler Martinskirche allen Jazzfans der Region präsentieren.
Offbeat-Konzert mit Dianne Reeves,
Sonntag, 15. März, 20.15 Uhr,
Martinskirche, Basel.