Flohmi stärkt die Gemeinschaft im Dorf
Der Itinger «Usestellete-Flohmi» zog am Samstag viele Besucher an. Im Werkhof und im ganzen Dorf wurde gestöbert, gehandelt und ausgetauscht. Der Anlass stärkt zugleich den Zusammenhalt in der Gemeinde.
Sander ...
Flohmi stärkt die Gemeinschaft im Dorf
Der Itinger «Usestellete-Flohmi» zog am Samstag viele Besucher an. Im Werkhof und im ganzen Dorf wurde gestöbert, gehandelt und ausgetauscht. Der Anlass stärkt zugleich den Zusammenhalt in der Gemeinde.
Sander van Riemsdijk
Der 5. «Usestellete-Flohmi» in Itingen lockte am Samstag zahlreiche Schnäppchenjäger an. Unter dem Motto «Manchmal muss man Geschirr zerschlagen, damit Neues entstehen kann» erwies sich der Ausverkauf von nicht mehr benötigtem Handwerkermaterial und Werkzeug im Werkhof als Besuchermagnet. «Wir wollen kräftig aufräumen und Platz für Neues machen», sagte Kurt Gysin, seit 15 Jahren Leiter des Werkhofs.
Ohne tief in die Geldbörse greifen zu müssen, konnte aus einer Vielzahl von Werkzeugen und Geräten ausgewählt werden – etwa eine mobile Säge, eine Teerspritze, Schubkarren, Fallmatten oder Verkehrsschilder. Gemeinderätin Cécile Schmidt Bur und ihr Mann Toni Bur freuten sich über den Kauf von zwei grossen Holzböcken: «Als Untergestell für eine spätere Werkbank.»
Weiter gab es im Dorf bunt dekorierte Stände sowie Produktauslagen auf Privatgrund und auf dem Schulhausplatz; darunter Kleider, Schuhe, Taschen, Spielwaren, Kunst, Bücher sowie Haushalts- und Dekoartikel. Sie alle suchten ein zweites Leben.
Tobias Valentin organisiert zusammen mit der Verwaltungsangestellten Daniela Regenass seit drei Jahren den Itinger Flohmarkt. Beide betonten das unkomplizierte Konzept, das sich im Dorf etabliert habe und von der Umwelt- und Energiekommission unterstützt werde. «Die Menschen können ohne Auflagen ihre Waren auf ihrem Garagenplatz oder auf dem Schulhausplatz transport- und gebührenfrei hinstellen.»
Von Privaten für Private
Der Flohmarkt wird unter dem Motto «von Privaten für Private» jährlich durchgeführt. «Als Gedankenstütze immer dann, wenn die Uhr auf Sommerzeit umgestellt wird und damit die Frühlingsputzete mit der Räumung von Keller und Estrich in Erinnerung gerufen wird», so Daniela Regenass.
Das Dorf präsentierte sich an diesem Frühlingstag in Feierlaune. Dazu gab es kulinarische Verführungen auf private Initiative und im «Kaffi Durlips». Der Flohmi lud nicht nur zum Kaufen, sondern auch zum Plaudern ein. Auf der Strasse und an den Essensständen bildeten sich immer wieder spontan kleine Grüppchen, die Neuigkeiten aus dem Welt- und Dorfleben austauschten – in Zeiten, in denen die dörfliche Gemeinschaft an Bindungskraft verliert, ein ermutigendes Zeichen. Tobias Valentin: «Der ‹Flohmi› ist wichtig für die Verbundenheit und den Zusammenhalt im Dorf.»