Gemeindeversammlung genehmigt Rechnung 2025
Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Tenniken schliesst mit einem Defizit von rund 462 000 Franken ab, rund 123 000 Franken besser als budgetiert. Geprägt war das Rechnungsjahr insbesondere von hohen Nettoinvestitionen.
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Gemeindeversammlung genehmigt Rechnung 2025
Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Tenniken schliesst mit einem Defizit von rund 462 000 Franken ab, rund 123 000 Franken besser als budgetiert. Geprägt war das Rechnungsjahr insbesondere von hohen Nettoinvestitionen.
Sander van Riemsdijk
Gemeindepräsident Thomas Grüter begrüsste die 25 Stimmberechtigten mit den Worten: «Willkommen zur heissesten Einwohnergemeindeversammlung überhaupt – allerdings nicht wegen der Traktanden.» Anschliessend präsentierte Finanzchef David Wiesner als einziges Geschäft des Abends die Jahresrechnung 2025. Diese schliesst mit einem Defizit von 462 291 Franken ab. Budgetiert gewesen war ein Minus von 585 150 Franken.
Zu den wichtigsten positiven Abweichungen gegenüber dem Budget zählten Einsparungen in verschiedenen Bereichen sowie höhere Rückerstattungen im Asylwesen. Diese resultierten unter anderem aus höheren kantonalen Fallpauschalen.
Negativ wirkten sich hingegen ein um 125 000 Franken tiefer ausgefallener horizontaler Finanzausgleich sowie geringere Steuereinnahmen von juristischen Personen aus. Diese lagen rund 35 000 Franken unter den Erwartungen. Als Gründe nannte Wiesner den tiefen Dollarkurs und die Auswirkungen des Zollstreits mit den USA.
587 000 Franken Investitionen
Bei den Spezialfinanzierungen erzielte die Wasserversorgung einen Überschuss von gut 36 000 Franken. Die Abwasserbeseitigung schloss mit einem Minus von knapp 14 000 Franken ab, die Abfallbeseitigung mit einem Defizit von gut 11 000 Franken. Die Ergebnisse werden jeweils mit dem Eigenkapital der entsprechenden Spezialfinanzierungen verrechnet.
Die Nettoinvestitionen beliefen sich 2025 auf 587 783 Franken. Im Vorjahr hatten sie noch bei knapp 96 000 Franken gelegen. Der deutliche Anstieg ist unter anderem auf die Sanierung der Gemeindeverwaltung, die Lüftungsanlage im Schulhaus, Hochwasserschutzmassnahmen, die Erneuerung der Strassenbeleuchtung sowie die Brückensanierung «Bisnacht» zurückzuführen.
Die Stimmberechtigten genehmigten die Rechnung ohne Gegenstimme.
Den grössten Kostenblock der Gemeinde bildet weiterhin der Bereich Bildung. Dies hängt mit den Gesamtkosten der Schule sowie der gestiegenen Zahl von Kindern zusammen. Vergleichsweise tief sind die Ausgaben im Bereich Soziale Wohlfahrt.
Wiesner schloss seine Ausführungen mit dem Hinweis, dass Tenniken zwar über eine starke Kapitalbasis verfüge, künftige Defizite diese jedoch schmälern würden. Der Gemeinderat arbeite deshalb an einem umfassenden Finanzplan.
Zum Schluss informierte Vizepräsidentin Franziska Buonfrate über die Vorbereitungen für die 800-Jahre-Feier im August. Gemeinderat Daniel Sutter erklärte, dass trotz der Trockenheit derzeit kein akuter Wassermangel im Dorf herrsche. Gemeindepräsident Thomas Grüter gab zudem bekannt, dass Regierungsrat Thomi Jourdan an der Bundesfeier vom 31. Juli die Festrede halten wird. Die Feier findet dieses Jahr auf dem Schulhausplatz statt.
Nach fünf Jahren im Schulrat wurde Philipp Kuster von Gemeinderat Niklaus Jäggi mit einem Geschenk verabschiedet. Nach genau einer Stunde schloss Gemeindepräsident Grüter die Versammlung.