Ein Fest für Gross und Klein
29.05.2026 SissachOffene Jugendarbeit feiert ihren 30. Geburtstag
vs. Ein Blick zurück zeigt, wie stark sich die Offene Jugendarbeit Region Sissach in den letzten 30 Jahren entwickelt hat. Gestartet wurde 1996 in einem Keller mit dem ersten Jugendarbeiter Stefan Birrer. Der Jugendraum ...
Offene Jugendarbeit feiert ihren 30. Geburtstag
vs. Ein Blick zurück zeigt, wie stark sich die Offene Jugendarbeit Region Sissach in den letzten 30 Jahren entwickelt hat. Gestartet wurde 1996 in einem Keller mit dem ersten Jugendarbeiter Stefan Birrer. Der Jugendraum Underground wurde eröffnet. Von Anfang an spannten einige Gemeinden aus der Region Sissach in einem Trägerverein zusammen und finanzierten zusammen mit der reformierten und katholischen Kirche das Angebot (siehe auch Seite 8).
Ab 2004 übernahm die Stiftung Jugendsozialwerk die operative Arbeit. Das Konzept wurde durch Thomas Furrer als neuen Leiter mit dem Club Underground modernisiert und konsequent auf die Beteiligung der Jugendlichen ausgerichtet. Aus den kleinen Anfängen entstanden im Laufe der Jahre verschiedene Projekte: Beispielsweise «Real DJ», bei welchem die Jugendlichen ihr Talent am DJ-Pult entwickeln konnten. Zeitweise umfasste die Community rund 90 Jugendliche, von denen einige bis heute als DJs und Musikproduzenten aktiv sind. Durch diese Community wurden zahlreiche Events organisiert, die in Sissach bis zu 500 Jugendliche pro Anlass mobilisierten.
Seit 2013 werden Jugendliche durch Jugendcoaching begleitet. Daraus entstand ein Forschungsprojekt, bei welchem rund 150 Jugendliche begleitet wurden. Seine Wirksamkeit wurde durch die Hochschule Luzern ermittelt. Auch die Mobile Jugendarbeit, die im Jahr 2004 startete, ist heute mit René Portmann ein fester Bestandteil des Angebots. Daraus entstand unter anderem «Parkour United», bei dem wöchentlich 70 Kinder und Jugendliche trainieren.
Die niederschwelligen Angebote der Offenen Jugendarbeit ermöglichen den Jugendlichen ohne Druck teilzunehmen und eigene Interessen zu entdecken. Das Jugendzentrum bietet einen Ort, an dem sie ihre Freizeit verbringen, sich austauschen und bei Schwierigkeiten verlässliche Ansprechperson finden.
Heute wird die Offene Jugendarbeit im Auftrag von zwölf Gemeinden und der katholischen Kirche Sissach geführt. Sie ist Teil des Ressorts Kind.Jugend.Familie KJF der Stiftung Jugendsozialwerk.
Am 30. Mai ab 16 Uhr findet ein Jubiläumsfest zum 30-jährigen Bestehen statt. Die Gäste erwarten Pizzen und Kuchen. Verschiedene Stände laden zum Verweilen ein. Man kann «Armbändeli» knüpfen oder witzige Fotos in der Fotobox machen. Eine Ausstellung von Bildern aus dem Jugendzentrum weckt Erinnerungen an vergangene Zeiten. Für Kinder steht die «verrückte Leiter», ein aufblasbares Klettergerüst, bereit.
Um 19 Uhr startet die Talkrunde «Die Bedeutung der Offenen Jugendarbeit – früher und heute». Mit dabei sind der langjährige Leiter Thomas Furrer, Lea Strickler, die aktuelle Leiterin, Silvio Strub, Gemeinderat aus Itingen und Präsident des Trägervereins sowie ehemalige Jugendliche, die aus ihrer Zeit im Jugendzentrum berichten. Das Publikum ist herzlich eingeladen sich am Gespräch zu beteiligen.
Jubiläumsfest, Samstag, 30. Mai, ab 16 Uhr, Primarschule Dorf, Sissach.
