Gemeinde tritt regionalem Dienst bei
Unter anderem durch höhere Steuereinnahmen als budgetiert, weist die Rümlinger Rechnung 2025 statt eines hohen Verlustes einen kleinen Gewinn aus. Dem Beitritt zum Regionalen Sozialdienst Oberes Homburgertal hat die Gemeindeversammlung ...
Gemeinde tritt regionalem Dienst bei
Unter anderem durch höhere Steuereinnahmen als budgetiert, weist die Rümlinger Rechnung 2025 statt eines hohen Verlustes einen kleinen Gewinn aus. Dem Beitritt zum Regionalen Sozialdienst Oberes Homburgertal hat die Gemeindeversammlung diskussionslos zugestimmt.
Sander van Riemsdijk
Mit grossem Mehr bei einer Enthaltung stimmten die 20 Stimmberechtigten an der Rümlinger Einwohnergemeindeversammlung vom Freitag dem Beitritt zum regionalen Sozialdienst Oberes Homburgertal zu.
Die Sozialhilfebehörden der vier Gemeinden Buckten, Häfelfingen, Känerkinden und Rümlingen stehen zunehmend vor steigenden fachlichen, administrativen und gesetzlichen Anforderungen, führte Gemeinderat Sascha Siegenthaler aus. Die zunehmende Komplexität der Sozialhilfe- und Asylfälle, die steigenden Anforderungen des Kantonalen Sozialamts, die Digitalisierung der Arbeitsprozesse sowie die Sicherstellung von Fachkompetenz, Stellvertretungen und Kontinuität stellten eine Herausforderung dar. «Die bisherige Struktur stösst dabei zunehmend an organisatorische und personelle Grenzen», so Siegenthaler.
Vor diesem Hintergrund wurden im vergangenen Jahr Bestrebungen aufgenommen, die Sozialdienste im Oberen Homburgertal mit Buckten als führender Gemeinde zusammenzuführen. Ziel des Zusammenschlusses ist es, eine professionelle, effiziente und zukunftsfähige Sozialarbeit sicherzustellen sowie die gesetzlichen Vorgaben nachhaltig zu erfüllen. Dadurch sollen eine fachlich qualifizierte Fallführung, eine erhöhte Rechtssicherheit und eine bessere Auslastung der Ressourcen erreicht werden.
Die Finanzierung erfolgt über einen Sockelbeitrag pro Einwohner sowie eine ergänzende Verteilung auf der Basis der Fallzahlen. Die Kosten für Rümlingen betragen 9460 Franken als jährlicher Sockelbeitrag, 27 300 Franken als jährliche Fallkosten sowie eine einmalige Investition in der Höhe von 9890 Franken.
Rechnung mit schwarzer Null
In der Gemeinderechnung für 2025 war ein Verlust von 203 650 Franken budgetiert. Ausgewiesen werden konnte jedoch ein Gewinn von rund 13 000 Franken, dies, nachdem der Vorfinanzierung für Schulliegenschaften ein Betrag von 280 000 Franken zugewiesen worden ist. Grund für den besseren Abschluss sind insbesondere höhere Steuereinnahmen von rund 170 000 Franken, zusammen mit einer Rückerstattung von rund 50 000 Franken im Bereich «Leistung für das Alter», tiefere Nettoausgaben bei der Sozialhilfe von rund 80 000 Franken und ein um 87 200 Franken tieferer Beitrag an die Kreisschule Homburg, wie Gemeindepräsidentin Beatrix Wullschleger erfreut mitteilen konnte.
Inklusive der Spezialfinanzierungen Wasserversorgung (Verlust fast 13 000 Franken), Abwasserbeseitigung (Verlust 4235 Franken) und Abfallwirtschaft (Ertrag 5552 Franken) wurde die Jahresrechnung von den Stimmberechtigten einstimmig angenommen.
Der Souverän hatte 2016 einem Verpflichtungskredit für die Revision der Zonenplanung Landschaft über 55 000 Franken zugestimmt. Im Verlauf des Projekts zeigte sich, dass der bewilligte Kredit für die Fertigstellung der Planung nicht ausreicht. Der Mehraufwand in der Höhe von rund 35 000 Franken wurde von der Versammlung im Rahmen eines Nachtragskredits ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung genehmigt. Ebenfalls mit grossem Mehr wurde die Vergabe der Parzelle 330 am Hohrainweg im Baurecht gutgeheissen. Am Schluss dankte die Versammlung dem Gemeinderat mit grossem Applaus für seine geleistete Arbeit.