Die «drey scheenschte Dääg» haben gestartet
sda. Pünktlich um 4 Uhr am Montagmorgen erloschen in der Basler Innenstadt die Lichter – und die Fasnacht 2026 begann. Tausende Schaulustige verfolgten bei milden 9 Grad, wie Hunderte Laternen die ...
Die «drey scheenschte Dääg» haben gestartet
sda. Pünktlich um 4 Uhr am Montagmorgen erloschen in der Basler Innenstadt die Lichter – und die Fasnacht 2026 begann. Tausende Schaulustige verfolgten bei milden 9 Grad, wie Hunderte Laternen die Stadt in ein bunter Lichtermeer verwandelten.
Laut Behörden verlief der Auftakt ohne besondere Vorkommnisse. Die Sanität leistete sechs Einsätze, die Polizei stellte in den Stunden vor dem Morgenstreich 109 Zweiräder sicher; weitere 181 waren bereits in der Vorwoche beim Abbau der Veloständer entfernt worden.
Thematisch zeichnete sich früh eine ernste Fasnacht ab. Eine verletzte Friedenstaube oder Trump, der mit der Welt spielt – die Clique Sans Gêne etwa tritt mit dem Sujet «Iiber-TRUMPft!» auf. Auch AfD-Chefin Alice Weidel fand ihren Platz auf einer Laterne der Rhyschnoogge, garniert mit dem Vers «Hurra, wir sind wieder da!» – in altdeutscher Schrift, in Anlehnung an den Faschismus. Der Ukraine-Krieg und der Nahostkonflikt spiegelten sich ebenfalls in diversen Sujets. Daneben griffen viele Basler Lokalthemen auf, darunter das gescheiterte Herzstück-Bahnprojekt, Baustellen und den Superblock-Test.
Das diesjährige Motto «Blyyb verspiilt» stellt die Energie des Fasnachtsnachwuchses ins Zentrum. Die Fasnacht dauert bis zum «Ändstraich» am Donnerstag um 4 Uhr morgens.