Drei Langenthalerinnen für ZS
10.04.2026 Sport, EishockeyDas Frauenteam nimmt Formen an
Das Frauenteam des EHC Zunzgen-Sissach verstärkt sich mit Blick auf die Saison 2026/27 mit drei Langenthalerinnen: Elisa Biondi, Samantha Gius und Viktoria Maskalova wechseln ins Oberbaselbiet.
Daniel Monnin
Einen Monat ...
Das Frauenteam nimmt Formen an
Das Frauenteam des EHC Zunzgen-Sissach verstärkt sich mit Blick auf die Saison 2026/27 mit drei Langenthalerinnen: Elisa Biondi, Samantha Gius und Viktoria Maskalova wechseln ins Oberbaselbiet.
Daniel Monnin
Einen Monat nach dem Saisonende im Viertelfinal der Swiss Women’s Hockey League B sind beim EHC Zunzgen-Sissach einige Veränderungen spruchreif. Die 26-jährige italienische Ex-Nationaltorhüterin Elisa Biondi ersetzt im ZS-Frauenteam auf die Saison 2026/27 hin die bisherige Nummer 1, Selina Steiner, die via Fribourg-Gottéron zum DHC Lyss wechseln wird. Biondi spielt seit 2019 in der Schweiz mit Stationen bei Ambri, Lugano, Lausanne und zuletzt Langenthal. Die Turinerin hütete lange Jahre das Tor des italienischen Nationalteams und nahm 2022 an den Olympischen Spielen in Peking teil. Insgesamt kommt sie auf rund 120 Spiele in den drei obersten Schweizer Ligen, davon 60 in der Women’s League.
Mit der 31-jährigen Stürmerin Samantha Gius wechselt eine weitere Italienerin zu ZS. Auch Gius ist langjährige Nationalspielerin und bestritt zusammen mit Biondi die Olympischen Spiele in Peking. Sie stammt aus dem Nachwuchs der Bolzano Eagles, dem wohl besten Team Italiens. Insgesamt spielte sie 14 Jahre für Bozen, bevor sie vor drei Jahren zu A-Club-Langenthal wechselte.
Dritte im Bunde der «Neuen» ist die 26-jährige Viktoria Maskalova. Die slowakische Ex-Nationalstürmerin spielt seit der Saison 2019/20 in der Schweiz und gilt deshalb wie Biondi als «Lizenzschweizerin». Die quirlige Stürmerin spielte in diesen sieben Jahren für Bomo Thun, Reinach, Langenthal, den SC Bern und zuletzt wieder für Langenthal 188 Partien in der Women’s League. Dabei sammelte sie 119 Skorerpunkte (51 Tore und 68 Assists).
Definitiv ins Baselbiet wechselt auch die 26-jährige Vanessa Bärtschi. Sie bestritt bereits vergangene Saison 16 Spiele für die ZS-Ladies und gilt als einsatzfreudige Stürmerin mit defensivem Gewissen. Auch Bärtschi spielte sechs Jahre für Langenthal, allerdings wechselte sie noch vor dem Transfer von Gius und Maskalova zu den Oberaargauerinnen nach Fribourg. Zuletzt war sie mittels B-Lizenz an ZS ausgeliehen. Jana Poirrier, die 20-jährige Französin, welche die ZS-Ladies in den vergangenen beiden Saisons verstärkt hat, könnte das Baselbiet hingegen verlassen.
Heinonen und Kehl fraglich
Für Flavio Costeggioli, den neuen Leiter des Frauen-Teams, ist die (Transfer-)Arbeit noch nicht ganz abgeschlossen: «Wir brauchen sicher noch eine neue Verteidigerin mit Format, die 26-jährige italienische Ex-Internationale Nadia Maier könnte eine sein. Sie hat ja bereits zwei Saisons bei uns gespielt.» Auch die Verpflichtung der 34-jährigen Finnin Leine Nummi ist für ihn nach wie vor ein Thema, «sicher aber suchen wir zusätzlich noch eine zweite Torhüterin». Sowohl Maier als auch Nummi spielen mit einer Schweizer Lizenz.
Neben der bereits verpflichteten Samantha Gius könnten die ZS-Ladies mit weiteren Ausländerinnen spielen. Etwa mit den bisherigen. Costeggioli sagt: «Maria Heinonen entscheidet sich im Sommer, ob sie wieder zurückkommen möchte. Mit Bailey Kehl haben wir bis jetzt keine Gespräche geführt. Wir gehen davon aus, dass sie sich einem Women’s-League-Club anschliessen will.»
Auch in Sachen Partnerschaft mit Fribourg-Gottéron sei noch nichts entschieden: «Wenn die Zusammenarbeit wieder zustande kommt, wird das Team zusätzlich mit maximal einer bis zwei Spielerinnen ergänzt. Neu fix im Kader eingeplant ist zudem die 17-jährige Ronja Cathrein, die vergangene Saison bei Wetzikon in der SWHLC spielte und noch im Nachwuchs für Rheinfelden auflaufen könnte.»
