Doppelt so viele Ausbildungsplätze
06.03.2026 ItingenDer Grundstein für das neue Ausbildungszentrum ist gelegt
Laut Swissmechanic beider Basel soll im September das neue Ausbildungszentrum der regionalen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie teilweise bereits in Betrieb sein. Anfang Dezember ist die offizielle Eröffnung ...
Der Grundstein für das neue Ausbildungszentrum ist gelegt
Laut Swissmechanic beider Basel soll im September das neue Ausbildungszentrum der regionalen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie teilweise bereits in Betrieb sein. Anfang Dezember ist die offizielle Eröffnung geplant. Am Mittwoch wurde feierlich die Grundsteinlegung begangen.
André Frauchiger
Nach nur zwölf Monaten seit Einreichung des Baugesuchs für das neue Ausbildungszentrum der regionalen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, der sogenannten Mem-Branche, konnte am Mittwoch die feierliche Grundsteinlegung begangen werden. Der Verband Swissmechanic beider Basel als Trägerschaft begrüsste dazu die Erziehungsdirektoren beider Basel, die Regierungsräte Markus Eigenmann von Baselland und Mustafa Atici von Basel-Stadt. Es war der erste öffentliche Auftritt von Eigenmann als Baselbieter Regierungsrat.
Nach dem Spatenstich vergangenen November (die «Volksstimme» berichtete) erfolgte nach lediglich dreieinhalb Monaten bereits die Grundsteinlegung. Samuel Eglin, Verbandspräsident von Swissmechanic beider Basel, sprach von einem neuen «Ausbildungs-Cluster» für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie beider Basel im Dellenbodenquartier in Itingen. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Ausbildungszentrum für Berufe wie Maler und Gipser. Davon verspricht sich Swissmechanic auch infrastrukturelle Synergien und einen aktiven Wissensaustausch.
Im Rahmen des Spatenstichs im vergangenen Jahr berichtete diese Zeitung über einen Höchststand an Auszubildenden: 202 Lernende und über 2100 Ausbildungstage waren zu verzeichnen. Und das Wachstum hält an. Vor diesem Hintergrund zeigte Verbandspräsident Samuel Eglin die Notwendigkeit des neuen, grösseren Ausbildungszentrums auf.
Auf einer Nutzfläche von rund 1500 Quadratmetern sollen ab Anfang Dezember, zum Teil schon früher, vierzig Ausbildungsplätze für Lernende aus der regionalen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie zur Verfügung stehen – doppelt so viele wie am bisherigen Standort auf dem Schild-Areal in Liestal. Die Platzverhältnisse dort liessen keine räumliche Erweiterung zu, deshalb wurde ein neuer Standort benötigt.
Modernste Maschinen
Das Zentrum in Itingen soll mit den modernsten Maschinen der Branche ausgerüstet werden. Swissmechanic beider Basel will mit dem neuen Ausbildungszentrum – eines der modernsten in der Schweiz – ein Signal setzen und einen Beitrag gegen den Fachkräftemangel leisten. Der Neubau kostet 6,5 Millionen Franken. Der Kanton Baselland will einen Beitrag von 1,6 Millionen Franken beisteuern, sofern der Landrat dem Antrag des Regierungsrats zustimmt. Weitere Beiträge sollen über Stiftungen und private Geldgeber gesprochen werden.
Der neue Baselbieter Bildungsdirektor Markus Eigenmann äusserte seine «Freude über das neue Zentrum für die Mem-Ausbildung». Gefragt seien eine hohe Qualität der Ausbildung und – auch ganz entscheidend – die «Nähe zur Praxis», zu den Lehrbetrieben in den beiden Basel. 2900 Lehrbetriebe und 6000 jugendliche Auszubildende seien auf das Ausbildungszentrum Itingen angewiesen, was dessen Bedeutung eindrucksvoll unterstreiche. Die Investitionen in Fachkräfte und in das neue Ausbildungszentrum zeugten von beträchtlichem Einsatz, Dynamik und Innovationsfähigkeit aller Beteiligten.
Der städtische Erziehungsdirektor Mustafa Atici lobte das neue Ausbildungszentrum als «Zeichen für eine starke Ausbildung». Die Berufsbildung sei sowohl eine staatliche als auch eine Verbandsaufgabe «vom Bund bis zu den Lehrbetrieben». Dabei sei die Durchlässigkeit der Ausbildungen eine grosse Stärke. Bei Jugendlichen seien auch die Eltern gefordert, denn sie hätten die Aufgabe, ihre Kinder bei der Suche nach dem passenden Beruf und der entsprechenden Ausbildung zu begleiten und zu unterstützen. Die Eltern müssten im Interesse ihrer Kinder und Jugendlichen «sehr offen» sein und deren Interessen berücksichtigen.
Der Itinger Gemeindepräsident Martin Mundwiler zeigte sich stolz darauf, dass sein Dorf Standort eines solchen Ausbildungszentrums für die Region wird. Er spricht sein Lob für das Projekt aus: «Aus der Vision entsteht ein Bauprojekt.» Zur Grundsteinlegung gehörte natürlich auch das traditionelle Einschaufeln einer «Zeitkapsel» mit aktuellen News und Plänen im Zusammenhang mit dem Neubau.

