Musik, Natur und ein Talentwettbewerb machen das Fest besonders
Das «Waldweidfescht» lockte am Wochenende zum achten Mal Publikum nach Waldenburg. Neben verschiedenen Bands erhielten auch Nachwuchsmusikerinnen und -musiker eine Bühne.
Noel ...
Musik, Natur und ein Talentwettbewerb machen das Fest besonders
Das «Waldweidfescht» lockte am Wochenende zum achten Mal Publikum nach Waldenburg. Neben verschiedenen Bands erhielten auch Nachwuchsmusikerinnen und -musiker eine Bühne.
Noel Bühlmann
Oberhalb von Waldenburg wurde die idyllische Waldweid am Wochenende zur Festivalbühne: Das «Waldweidfescht» ging in die achte Runde. Am Freitag- und Samstagabend traten verschiedene Formationen auf. Die Aussicht über das Waldenburgertal und die familiäre Atmosphäre prägen den Charakter des Festivals.
Thomas Hafner ist Mitgründer und Organisator des Festivals. Eine seiner zentralen Aufgaben ist die Auswahl der Bands. «Es ist wichtig, dass die Musikrichtung zum Festival passt. Aber noch entscheidender ist für mich, dass die Formationen ebenfalls Spass am Auftritt haben», sagt Hafner, der mit seiner Bluesband auch selbst auftrat. Das Programm war auf die beiden Abende abgestimmt: Am Freitag traten zwei Mundartrockgruppen auf, am Samstag folgten zwei Bluesbands und eine irisch-schottische Punkband.
Newcomer auf der Bühne
Seit drei Jahren gehört der Talentwettbewerb «WaldweidTalent» fest zum Festival. Organisatorin Caroline Häring erklärt: «Am Freitag erhalten bis zu fünf Bands oder Einzelkünstler die Möglichkeit, zehn Minuten auf der Festivalbühne aufzutreten.» Danach entscheidet das Publikum per Voting, wer den Wettbewerb gewinnt.
Die diesjährigen Sieger waren «The Two’s», eine Schülerband der Musikschule Gelterkinden. Sie setzten sich mit grossem Abstand gegen zwei Konkurrenten durch. Als Gewinner durften die neun jungen Musikerinnen und Musiker am Samstag das Programm mit einem halbstündigen Auftritt eröffnen. Eine Besonderheit der Band ist, dass fast alle Instrumente doppelt besetzt sind: Es gibt je zwei Pianisten, zwei Schlagzeuger, zwei Gitarristen und zwei Sängerinnen.
Thomas Hafner sagt: «Das Schönste für mich ist es, wenn die Eltern mit Tränen in den Augen und voller Stolz ihren Kindern auf der Bühne zujubeln.»
Hitze war kaum ein Thema
Die Trockenheit habe dem Festival laut Hafner keine grösseren Probleme bereitet. «Da wir genügend Abstand von den umliegenden Wäldern und Wiesen haben, besteht zum Glück nur eine geringe Brandgefahr», sagt der Mitgründer. «Ein Risiko sind Zigarettenstummel. Allerdings haben wir genügend Aschenbecher auf dem Gelände bereitgestellt.» Die hohen Temperaturen hätten sich laut Hafner am Freitag auf den Festivalbeginn ausgewirkt. Als es am Abend etwas abkühlte, sei auch die Stimmung deutlich besser geworden.
Aus dem einstigen Fest unter Freunden ist inzwischen eine Veranstaltung mit Sponsoren, Gönnern und freiwilligen Helfenden geworden. Trotzdem bleibt der Eintritt frei. Thomas Hafner und sein Team finanzieren das Festival unter anderem über eine Kollekte. «Wir sind sehr zufrieden. Zwar waren am Freitag etwas weniger Besucherinnen und Besucher da als im Vorjahr, aber die Stimmung war gut. Erfahrungsgemäss zieht der Samstag ohnehin mehr Gäste an», so Hafners Fazit.