Aufnahme in «Jura-Top-Tour» zahlt sich bereits aus
Beim Wisenberglauf vom Samstag sind bereits mehr Personen angemeldet, als vergangenes Jahr gestartet sind. Da die Bergstrecke neu für die Solothurner «Jura-Top-Tour» zählt, sorgt vor allem der Viertelmarathon ...
Aufnahme in «Jura-Top-Tour» zahlt sich bereits aus
Beim Wisenberglauf vom Samstag sind bereits mehr Personen angemeldet, als vergangenes Jahr gestartet sind. Da die Bergstrecke neu für die Solothurner «Jura-Top-Tour» zählt, sorgt vor allem der Viertelmarathon für das Wachstum.
Sebastian Wirz
Schon bevor der erste Start bei der Zeglinger Turnhalle erfolgt ist, scheinen sich die Annahmen von Mario Dolder zu bewahrheiten. Von rund 50 zusätzlichen Starts dürfe der Wisenberglauf auf jeden Fall ausgehen, wenn er 2026 erstmals zur «Jura-Top-Tour» zählt, sagte der OK-Präsident vor einem Jahr gegenüber der «Volksstimme». 100 könnten es durchaus auch sein und bei gutem Wetter vielleicht sogar 200. Zum Voranmeldeschluss gestern Abend lässt sich bilanzieren: 382 Voranmeldungen sind eingegangen. Das sind 130 mehr als im Vorjahr. Wie viele Teilnehmende sich am Samstag tatsächlich die Laufschuhe schnüren, ist nicht exakt abzuschätzen, aber die Voranmeldezahlen haben die effektiven Startzahlen des vergangenen Jahrs übertroffen. Dabei handelte es sich 2025 bereits um einen Teilnahmehöchststand seit Corona.
«Vielleicht werden es am Ende 420 Starts sein», sagt ein zufriedener Mario Dolder auf Anfrage. Die Aufnahme in die «Jura-Top-Tour» scheint sich bereits gelohnt zu haben. Der Wisenberglauf hatte sich in den vergangenen Jahren immer wieder darum bemüht, Teil der Nachfolgerin des Solothurner Berglaufcups, zu werden. Absagen gab es, weil die Serie nicht mehr Veranstaltungen aufnehmen wollte. Nach dem Ende anderer Anlässe kommt der 10,5 Kilometer lange Lauf zum Wisenbergturm nun als erstes Rennen ausserhalb des Kantons Solothurn zum Handkuss.
Um dem Ansturm gerecht zu werden, hat das OK einige Anpassungen vorgenommen. Die Anmeldung wird nun in einem Zelt vor der Turnhalle abgewickelt, die Starts der verschiedenen Kategorien, die zuvor alle innerhalb einer Stunde lagen, sind etwas mehr verteilt. «So sollten wir von Anmeldung über Garderobe bis zur Verpflegung genügend Puffer haben», sagt Dolder. Denn ein hektisches Gedränge soll es wegen der zusätzlichen Starts nicht geben: «Der Wisenberglauf ist bekannt für seine familiäre und gemütliche Atmosphäre inklusive Pasta-Plausch.» Den Charakter des Laufs wollen Dolder und Co. beibehalten, auch wenn sich das Teilnehmerfeld durchaus nicht nur vergrössern, sondern auch etwas verändern dürfte. «In der Solothurner Rennserie gibt es mehr ambitionierte Bergläufer, für die nicht das Erlebnis im Mittelpunkt steht», drückt es Dolder aus. Der OK-Präsident ist aber überzeugt, dass der Lauf den Ansprüchen der neuen Teilnehmenden gerecht werden kann.
Für die «Jura-Top-Tour» zählt die Bergstrecke mit 600 Höhenmetern bis zum Wisenbergturm. Die erste Hälfte davon, die 5,5 Kilometer (200 Höhenmeter) von Zeglingen bis zum Hof Mapprach, gelten derweil als Schlussetappe des weiterhin bestehenden Oberbaselbieter Laufcups. In der gemeinsamen Wertung mit dem Zunzger und dem Gelterkinder Waldlauf führen vor dem Finale vom Samstag Xenia Barth (TSV Anwil) bei den Frauen und Manuel Walss (TV Oerlikon) bei den Männern.
Informationen auf www.wisenberglauf.ch