Eric Muthomi Riungu wiederholt Triumph am Lupsinger Lauf
Eric Muthomi Riungu gewinnt den 35. Lupsinger Lauf in 42:04 Minuten. Bereits im Vorjahr hat sich der Kenianer den Sieg gesichert, damals mit Streckenrekord. Die eher hohe Temperatur verhinderte eine neue Bestmarke des ...
Eric Muthomi Riungu wiederholt Triumph am Lupsinger Lauf
Eric Muthomi Riungu gewinnt den 35. Lupsinger Lauf in 42:04 Minuten. Bereits im Vorjahr hat sich der Kenianer den Sieg gesichert, damals mit Streckenrekord. Die eher hohe Temperatur verhinderte eine neue Bestmarke des 35-Jährigen.
Timo Wüthrich
Lange dauerte es nicht, bis Eric Muthomi Riungu seinen verbleibenden Konkurrenten abschüttelte: «Ab Kilometer 2 erhöhte ich das Tempo und konnte meinen Mitläufer distanzieren», erklärte der Schnellste des 35. Lupsinger Laufs nach seinem Triumph. Doch die frühe Flucht nach vorne war kein Selbstläufer: «Es ist schwieriger, allein zu laufen als in einer Gruppe. Gemeinsam mit anderen Läufern kann ich mich mehr pushen als einsam an der Spitze», so der Kenianer. Nach dem beeindruckenden Solo erreichte er das Ziel in 42:04 Minuten.
Riungu, der im vergangenen Jahr mit Streckenrekord gewonnen hatte, fehlte am Samstag wenig zu einer erneuten Kursbestzeit. 2025 war der Läufer der LA Mutschellen 17 Sekunden schneller gewesen. «Der Streckenrekord wäre möglich gewesen, wenn es etwas kühler gewesen wäre», vermutete er im Ziel. Der Sieger zeigte sich dennoch zufrieden mit seiner Leistung. Auch der zweitplatzierte Daan de Groot bestätigte die herausfordernden Bedingungen: «Um eine schnelle Zeit zu laufen, war es heute fast etwas zu warm.»
Der Lausner belegte bereits 2025 den zweiten Rang hinter Riungu – auch de Groot lief am Samstag eine langsamere Zeit als im Vorjahr. Für den 34-Jährigen war nicht nur die Wärme eine Herausforderung: Vor zwei Wochen lief er den Zürich Marathon in der beachtlichen Zeit von 2:25 Stunden. «Ganz frisch waren meine Beine nach dieser Belastung noch nicht. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich seitdem auch nicht allzu viel bewegt», merkte er mit einem Lachen an.
Wesentlich erholter ging Paula Uhlmann an den Start. Die 30-Jährige war mit 52:06 Minuten die schnellste Frau auf dem mehr als 12 Kilometer langen Kurs. Die Wärme ging auch an der Deutschen nicht spurlos vorbei: «Die der Sonne ausgesetzten Passagen waren hart. Sobald es in den kühlen Wald ging, war es angenehmer», so die Siegerin. Für Uhlmann, die sonst flache Rennen bevorzugt, war das Profil ungewohnt: «Der Kurs war schon anspruchsvoll, es sind beinahe 320 Höhenmeter auf die gesamte Distanz.» Mit rund vier Minuten Rückstand auf Uhlmann lief Annick Böhler auf den zweiten Platz.
Gestiegene Anmeldezahlen
OK-Präsident Daniel Kipfer zeigt sich trotz des warmen Wetters zufrieden: «Heute hatten wir rund 10 Prozent mehr Teilnehmer als im Vorjahr.» Der Veranstalter beobachtet derzeit einen Laufboom – allerdings konzentriere sich dieser mehr auf urbane als auf ländliche Gegenden. Dass der Lupsinger Lauf dennoch zulegen konnte, führt Kipfer auf den besonderen Charakter der Veranstaltung zurück: «Viele kommen zu uns, weil sie die familiäre Atmosphäre schätzen», so Kipfer.
«Hinzu kommt, dass unser Rennen eher Wettkampforientierte anzieht statt Anfänger. Ich denke nicht, dass der Anstieg mit dem städtischen Laufhype zusammenhängt.» Angesichts der vielen Wettkämpfe, die am Wochenende stattfanden, bestätigen die konstanten Anmeldezahlen die angenehme Atmosphäre des Lupsinger Laufs.
Doppelsieger Riungu scheint die Anstrengung vom Samstag bestens und schnell weggesteckt zu haben: Er feierte rund 24 Stunden später beim Aargauer Volkslauf bereits seinen nächsten Triumph.