Tino Polsini siegt beim Weltcup in Locarno im Sprint
Tino Polsini macht dort weiter, wo er im Herbst aufgehört hat: Nach dem Sieg zum Abschluss im Herbst in Uster steht der Gelterkinder Orientierungsläufer auch zum Auftakt der Weltcupsaison 2026 zuoberst auf dem Podest.
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Tino Polsini siegt beim Weltcup in Locarno im Sprint
Tino Polsini macht dort weiter, wo er im Herbst aufgehört hat: Nach dem Sieg zum Abschluss im Herbst in Uster steht der Gelterkinder Orientierungsläufer auch zum Auftakt der Weltcupsaison 2026 zuoberst auf dem Podest.
Sebastian Wirz
«Das ist ein sehr grosser Boost für das Selbstvertrauen», sagt Tino Polsini nach seinem perfekten Start in die Weltcup-Saison. Der Gelterkinder Orientierungsläufer hat am Freitag im ersten Rennen auf höchster internationaler Stufe 2026 im Sprint gesiegt, nachdem er schon das letzte Rennen des vergangenen Jahres, einen K.O.-Sprint, gewonnen hatte.
Nach Uster war es nun in Locarno erneut ein Heim-Weltcup. Dabei war das Selbstvertrauen vor dem Saisonstart eben gerade etwas angeknackst gewesen: «Mit den Testläufen war ich unzufrieden. Ich war dort nur der sechstbeste Schweizer und bin entsprechend nervös geworden», sagt Polsini.
Nun sei er sehr erleichtert und fast schon etwas erstaunt, dass er gewonnen hat. «Ich habe nicht mit dem Sieg gerechnet. Es ist schön zu sehen, dass ich auf Weltspitze-Niveau bin», sagt der 26-Jährige. Denn genau darum geht es ihm im Sprint dieses Jahr: Im Juli findet in Genua die Sprint-WM statt. Vor zwei Jahren feierte Polsini mit WM-Silber in dieser Disziplin seinen bisher grössten Erfolg. Mit dem Sieg im Tessin hat er gute Chancen, für die WM selektioniert zu werden. Zufrieden war der Gelterkinder auch mit seinen «sehr soliden» Läufen mit der Staffel (Rang 12) und im K.O.-Sprint (Rang 16).
Nach einem Intermezzo bei einer grossen OL-Staffel in Schweden im Wald wird der Fokus an der Schweizermeisterschaft in zwei Wochen wieder dem Sprint gelten. Anschliessend steht Ende Mai ein weiterer Sprint-Weltcup in Schweden an, ehe sich das Schweizer WM-Kader mit einem dreiwöchigen Trainingslager im Engadin auf den Saisonhöhepunkt vorbereiten wird.