Der letzte Abpfiff ist erfolgt
29.09.2026 Sport, FussballArbeiten für den neuen Kunstrasen in Oberdorf haben begonnen
Wo vor wenigen Tagen noch Fussball gespielt wurde, sind nun Maschinen am Werk. Mit dem Baubeginn des neuen Kunstrasens auf dem Sportplatz z’Hof in Oberdorf biegt ein grosses Politikum im Waldenburgertal auf die ...
Arbeiten für den neuen Kunstrasen in Oberdorf haben begonnen
Wo vor wenigen Tagen noch Fussball gespielt wurde, sind nun Maschinen am Werk. Mit dem Baubeginn des neuen Kunstrasens auf dem Sportplatz z’Hof in Oberdorf biegt ein grosses Politikum im Waldenburgertal auf die Zielgerade ein.
Thomas Ditzler
Die Erleichterung, dass es mit dem Neubau des Kunstrasens nun endlich losgehen kann, sei gross im Verein, sagt Martin Kamber, Leiter Sport beim FC Oberdorf. Nachdem die 3.-Liga-Spieler des FCO am Samstag vor einer Woche mit einem 10:0-Sieg gegen Gelterkinden für einen gebührenden Abschluss auf dem alten Rasen gesorgt hatten, starteten gestern die Bauarbeiten für die Rasenerneuerung.
Für den FC Oberdorf geht damit nicht nur eine lange Ära zu Ende, sondern für die Gemeinde auch ein politisches Geschäft, das in den vergangenen Monaten für viel Diskussionsstoff gesorgt hatte.
Der Baukredit für den neuen Kunstrasen war ein grosses Politikum in Oberdorf. Nachdem ein erster Baukredit im Frühjahr 2025 an der Urne gescheitert war, hiess die Oberdörfer Gemeindeversammlung im März dieses Jahres eine überarbeitete Vorlage gut (die «Volksstimme» berichtete). Das 19 Jahre alte Geläuf gehört nun der Vergangenheit an und schafft in den nächsten Wochen Platz für einen neuen Kunstrasen. Die Bauphase hat zur Folge, dass sämtliche Meisterschaftsspiele der Oberdörfer Teams bis zur Winterpause auswärts ausgetragen werden. Der Entscheid, den Rasen jetzt einzubauen, war auch eine Kostenfrage, erklärt Martin Kamber. Die Umplanerei mit Trainings und Meisterschaftsspielen, die dieser Neubau mit sich bringt, nehme der Verein in Kauf. «Wichtig ist, dass es nun mit dem lang ersehnten Kunstrasen-Neubau losgehen kann», so Kamber weiter. Der Neubau sei dringend notwendig. Ein optimaler Zeitpunkt für ein solches Unterfangen sei so oder so schwierig zu finden und immer auch vom Wetter abhängig.
Vier Wochen Bauphase
Zugute komme dem FCO, dass das zwischenzeitlich gesperrte Naturrasenfeld nach der Trockenheit im Sommer seit Kurzem wieder einen Trainingsbetrieb zulässt. Die erste Mannschaft wird während der Bauphase fürs Training jedoch ins temporäre Exil auf den Rasenplatz beim Schulhaus Schauenburg in Liestal ausweichen. Entgegenkommen werden dem FCO auch die Herbstferien, in denen vor allem im Nachwuchsbereich der Trainingsbetrieb reduziert ist. «Ansonsten müssen wir uns intern gut absprechen und gegenseitig Rücksicht nehmen», sagt Kamber. Dass das Projekt nun realisiert werden kann, habe auch innerhalb des FCO für neuen Schwung gesorgt. «Man spürt, dass der neue Rasen den Verein noch etwas näher zusammenrücken lässt», sagt Kamber.
Rund vier Wochen wird die Bauphase auf dem Sportplatz z’Hof dauern. «Wir gehen davon aus, dass der neue Kunstrasen ab Anfang November eingebaut sein wird», sagt Kamber. Dem ersten Härtetest werde das neue Kunstgrün dann im Hinblick auf die Rückrunden-Vorbereitung im Frühjahr 2027 unterzogen.
Krattiger, der Erste und der Letzte
td. Eine besondere Beziehung zum Kunstrasenplatz hat Oberdorf-Urgestein Ramon Krattiger. Der heutige Oberdörfer Assistenztrainer stand bereits bei der ersten Partie auf dem Kunstrasen im Jahr 2007 als Spieler im Einsatz.
Im Alter von 42 Jahren gab Krattiger im Spiel gegen Gelterkinden jüngst ein temporäres Comeback. In der 76. Minute wurde er eingewechselt und erzielte nur vier Minuten später das zwischenzeitliche 9:0.
Krattiger stand somit nicht nur beim ersten, sondern auch beim letzten Wettbewerbsspiel auf dem Oberdörfer Kunstrasen auf dem Feld.

