Chancenlos gegen den Leader
22.05.2026 Sport, FussballFrauen 1. Liga: SV Sissach – FFV Basel 0:4 (0:2)
Der SVS hat gegen den Leader FFV Basel keine Chance und verliert 0:4. Am Ende waren dennoch beide Trainer mit dem Gebotenen zufrieden, wenn auch aus verschiedenen Blickwinkeln.
Edgar Hänggi
Die ...
Frauen 1. Liga: SV Sissach – FFV Basel 0:4 (0:2)
Der SVS hat gegen den Leader FFV Basel keine Chance und verliert 0:4. Am Ende waren dennoch beide Trainer mit dem Gebotenen zufrieden, wenn auch aus verschiedenen Blickwinkeln.
Edgar Hänggi
Die Rollen waren am Mittwochabend klar verteilt: Der FFV Basel ging als Tabellenführer als Favorit in die Partie gegen den SV Sissach. «Wir hatten daher keinen Druck. Der FFV Basel ist derzeit das Beste, was die Liga zu bieten hat und wir laufen personell auf dem Zahnfleisch. Daher war das Ziel, eine Klatsche zu verhindern», sagte SVS-Trainer Michel Meier nach dem Spiel. Zu den zahlreichen Verletzten gehörten auch die wichtigen Spielerinnen Luana Pricoli und Mara Lessa.
Die Gäste begannen überzeugt, sie wollten den nächsten Schritt Richtung Aufstieg gehen. Caren Holzenkamp brachte die Baslerinnen schon nach 8 Minuten nach einem Standard per Kopf in Führung. Sissach hielt danach dagegen und hatte in der 16. Minute gar die Chance zum Ausgleich. Lorena Graci entwischte der Basler Abwehr, scheiterte jedoch beim Abschluss. Als Liga-Topskorerin Michelle Probst (33 Tore) nach 17 Minuten das Spielgerät in den linken Winkel schlenzte, schien eine Kanterniederlage zu drohen. Das Heimteam stand nun jedoch in der Abwehr gut, und was auf das Tor kam, war bei Vicky Buceta gut aufgehoben. Die Angriffe brandeten weiter Richtung Sissach-Tor wie Wellen bei stürmischer See. Beim Pausenpfiff stand es noch immer 0:2 – weil den Baslerinnen der Platz ausging und es dadurch harmlose Distanzschüsse gab.
«Wollten defensiv gut stehen»
Nach der Pause ging es im selben Stil weiter. Juliana Gütermann trieb das Spiel des FFV unermüdlich an. Das Heimteam hatte in der 61. Minute eine gute Phase nach zwei Eckbällen, als die Gäste den Ball nicht aus dem Strafraum brachten. Von Chancen kann aber keine Rede sein.
Drei Minuten später machte Gütermann, herrlich steil lanciert, alleine vor Buceta alles klar. Obwohl durch die Einwechselspielerinnen Annika Rothen und Oxana Messerli zig weitere Aktionen herauskombiniert wurden, reichte es nur noch zu einem weiteren Treffer.
«Wenn man das Haar in der Suppe sucht, waren wir etwas ineffizient», sagte FFV-Trainer Andy Jurt nach dem Spiel. «Aber ich werte den Auftritt nicht an der Höhe des Sieges, sondern an den Dingen, die wir richtig gut gemacht haben.» Sein Team sei trotz «schlechterem» Resultat in Sachen Spielidee und Zweikampfverhalten besser aufgetreten als beim 6:0-Sieg am Sonntag. Meier war nach Spielschluss ebenfalls zufrieden. «Gegen einen solchen Gegner kannst du nicht das ganze Spiel alles verteidigen. Wir wussten, dass wir vorne zu wenigen Aktionen kommen werden, wollten dafür defensiv gut stehen. Das ist uns gelungen.» Am 30. Mai findet gegen Concordia das letzte Heimspiel statt, dann reist Sissach zum Abschluss noch nach Lausanne. «Wir haben in der Entwicklung sicher noch einen weiten Weg, aber im Vergleich zur Rückrunde haben wir Fortschritte gemacht», so Meier.
TELEGRAMM
SV Sissach – FFV Basel 4:0 (2:0). Sportplatz: Tannenbrunn. Zuschauer: 45. Schiedsrichter: Keles. Tore: 8. Holzenkamp 0:1; 18. Probst 0:2; 64. Gütermann 0:3; 81. Messerli 0:4.
Sissach: Buceta; Zimmermann, Bläsi, Dibrani, Hofstetter; Enz, Rudin, Hasler, Beugger; Racaj; Graci.



