Brenzikofer will nicht Grünen-Präsidentin werden
04.01.2024 SchweizDie Oltingerin verzichtet aus Zeitgründen auf eine Kandidatur
vs. Florence Brenzikofer verzichtet auf eine Kandidatur für das frei werdende Präsidium der Grünen Schweiz. Das teilte die 48-jährige Nationalrätin aus Oltingen gestern mit. Nach ...
Die Oltingerin verzichtet aus Zeitgründen auf eine Kandidatur
vs. Florence Brenzikofer verzichtet auf eine Kandidatur für das frei werdende Präsidium der Grünen Schweiz. Das teilte die 48-jährige Nationalrätin aus Oltingen gestern mit. Nach «reiflicher Überlegung» sei sie zum Schluss gekommen, nicht zu kandidieren. Sie wolle sich in erster Linie ihrem Mandat als Nationalrätin widmen, begründet Brenzikofer, die kürzlich in ihre zweite Legislatur gestartet ist.
Denn: «In der Energiepolitik und im Mietwesen stehen zentrale Geschäfte an.» Auch für die Verkehrspolitik wolle sie genügend Zeit haben, so Brenzikofer, Präsidentin der Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr. Ebenfalls beschäftigen werde sie das Projekt Naturpark Baselbiet, das im zweiten Halbjahr 2024 in die entscheidende Phase kommt und dessen Trägerverein sie präsidiert. Neben dem politischen Engagement arbeitet die Oltingerin in Teilzeit als Sekundarlehrerin.
In den vergangenen Wochen wurde Brenzikofer medial als eine von mehreren möglichen Anwärterinnen für das Grünen-Präsidium gehandelt. Auch, weil sie seit bald sechs Jahren Vizepräsidentin der Grünen Schweiz ist und von 2012 bis 2017 der Baselbieter Kantonalpartei vorstand. Das nationale Parteipräsidium muss neu besetzt werden, weil der Zürcher Nationalrat Balthasar Glättli (51) nicht mehr zur Wiederwahl antreten wird. Dies sickerte kurz nach den Wahlen im Herbst durch. Glättli begründete seinen Entscheid damit, dass er das «Gesicht der Wahlniederlage» sei. Die Grünen büssten 3,4 Prozentpunkte und 5 Nationalratssitze ein. Die Delegiertenversammlung der Grünen entscheidet Ende April, wie das neue Präsidium aussehen wird. Möglich ist, dass ein Co-Präsidium geschaffen wird.
Als potenzielle Kandidatinnen gelten laut SRF zum Beispiel Fraktionschefin Aline Trede (40, Nationalrätin, Bern) oder der gescheiterte Bundesratskandidat Gerhard Andrey (47, Nationalrat, Freiburg). Auch die abgewählte Genfer Ständerätin Lisa Mazzone (35) überlegt sich eine Kandidatur – sie wäre Brenzikofers Favoritin, wie diese zur «Volksstimme» sagt.
