Basler Cup: FC Lausen 72 – FC Reinach 5:7 n.P. (1:1; 3:3)
Der FC Lausen verpasst im Basler Cup die nächste Überraschung: Im Viertelfinal unterliegen die seit September ungeschlagenen Oberbaselbieter dem FC Reinach im Elfmeterschiessen. Die Lausner konzentrieren sich damit ...
Basler Cup: FC Lausen 72 – FC Reinach 5:7 n.P. (1:1; 3:3)
Der FC Lausen verpasst im Basler Cup die nächste Überraschung: Im Viertelfinal unterliegen die seit September ungeschlagenen Oberbaselbieter dem FC Reinach im Elfmeterschiessen. Die Lausner konzentrieren sich damit auf die Mission Aufstieg in die 3. Liga.
Timo Wüthrich
Acht Spiele, acht Siege: In der 4. Liga zeigte sich der FC Lausen zuletzt in bestechender Form. Zudem erreichten die Oberbaselbieter im Basler Cup den Viertelfinal – als einziger Nicht-Zweitligist. Im Herbst eliminierten die Gelb-Schwarzen zunächst den Zweitligisten Birsfelden, ehe sie sich mit einem klaren 6:0 gegen Bachletten (4. Liga) den Einzug in die letzten Acht sicherten. Am Dienstagabend wartete mit dem FC Reinach nun erneut ein Zweitligist auf den FCL. Für die Unterbaselbieter ging es dabei nicht nur um den Einzug in den Halbfinal, sondern auch um dringend benötigtes Selbstvertrauen – die Birstaler kämpfen gegen den Abstieg in die 3. Liga.
«Es war klar, dass Reinach eine schwierige Aufgabe wird. Unser Plan war es, defensiv kompakt zu stehen und mit schnellen Gegenstössen für Gefahr zu sorgen», sagte Trainer Sascha Meder nach dem Abpfiff. Obschon Reinach zwei Ligen höher spielt als Lausen, war dieser Unterschied zu Beginn der Partie kaum ersichtlich. Die Gastgeber setzten auf einen schnellen, vertikalen Spielaufbau – ein Erfolgsrezept, das in der 20. Minute im 1:0 mündete. Die Birstaler glichen jedoch vor der Pause aus. «Reinach stellte sich gut auf unsere Taktik ein und übernahm zunehmend die Kontrolle über das Spiel», bilanzierte Meder.
Späte Entscheidung
Die Lausner kompensierten die teilweise fehlende individuelle Klasse mit hoher Einsatzbereitschaft – der absolute Wille zum Sieg zeigte sich insbesondere im Verlauf der zweiten Halbzeit. Nach einer zwischenzeitlichen Führung der Gäste drehten die Gastgeber die Partie auf 3:2 und schnupperten so an der grossen Überraschung. In der Schlussphase erfolgte entsprechend eine Reinacher Grossoffensive: Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit rettete sich der taumelnde Zweitligist mit dem 3:3 noch in die Verlängerung.
In den 30 Extraminuten konnte sich weder der Underdog noch der Favorit durchsetzen, sodass das Penaltyschiessen entscheiden musste. Die Unterbaselbieter behielten den kühleren Kopf und zogen unter grossem Jubel in den Halbfinal ein. «Im Penaltyschiessen stehen die Chancen auf ein Weiterkommen etwa bei 50 Prozent. Heute war das Glück nicht auf unserer Seite. Auch wenn die Enttäuschung gerade überwiegt, kann das Team stolz auf sich sein», so FCL-Trainer Meder, «schliesslich sind wir als letzter verbliebener Viertligist in den Viertelfinal gekommen.»
Für den FC Lausen richtet sich der Fokus auf die verbleibenden Ligaspiele. Das Ziel sei es, den Aufstieg in die 3. Liga zu schaffen, so Meder. Für diese Mission sind die Gelb-Schwarzen als Tabellenführer auf bestem Weg – daran ändert auch die erste Pflichtspielniederlage des FCL seit acht Monaten nichts.
TELEGRAMM
FC Lausen 72 – FC Reinach 5:7 n.P. (1:1; 3:3). Sportplatz: Bifang. Zuschauer: 80. Tore: 20. E. Küng 1:0; 31. Oppliger (Penalty) 1:1; 55. J. Gysin (Eigentor) 1:2; 64. Ziegler 2:2; 69. Schmidt 3:2; 89. Vetter 3:3.
Lausen: Weiss; J. Gysin, Wilhelm, Schmidt, Bislimi; Ziegler, Kasa, J. Küng, Natale, S. Gysin, E. Küng. Weiter eingesetzt: An. Herger, Nussbaum, Gurri.
Reinach: Oberer; Schöne, Friedli, Bunic, Vögtlin; Karaca, Oppliger, Palma; Karimi, Popara, Böhler. Weiter eingesetzte Spieler: Öksüz, Cotting, Manieri.
Bemerkungen: 67. Lattenschuss Lausen. Verwarnungen: 47. Karaca, 94. Wyden, 101. Herger (beide Foul), 120.+8 Shala (Unsportlichkeit).