Für Anic Ritter war die Europameisterschaft im italienischen Cardano al Campo ein besonderer Meilenstein. Aufgrund ihrer starken Leistungen in dieser Saison wurde die Baselbieterin von Swiss Speedskating für die Titelkämpfe nominiert – obwohl sie altersbedingt noch der ...
Für Anic Ritter war die Europameisterschaft im italienischen Cardano al Campo ein besonderer Meilenstein. Aufgrund ihrer starken Leistungen in dieser Saison wurde die Baselbieterin von Swiss Speedskating für die Titelkämpfe nominiert – obwohl sie altersbedingt noch der Kategorie Kadetten angehört. Da Europameisterschaften erst ab der Kategorie Youth ausgetragen werden, musste sich die Diepflingerin mit Athletinnen messen, die bis zu zwei Jahre älter waren. Die junge Speedskaterin liess sich davon jedoch nicht beeindrucken. Über die 1000 Meter auf der Bahn erreichte sie den hervorragenden 8. Rang und fuhr damit bei ihrer ersten Europameisterschaft auf Anhieb in die Top Ten Europas.
Auch in den weiteren Rennen sammelte Ritter wertvolle internationale Erfahrungen und zeigte eindrücklich, welches Potenzial in ihr steckt. Die Resultate in Italien bestätigen ihre kontinuierliche Entwicklung und machen deutlich, dass sie in den kommenden Jahren zu den Schweizer Hoffnungsträgerinnen im internationalen Inline-Speedskating zählen dürfte.
Zusätzliche Motivation dürfte ihr dabei auch der Erfolg ihrer Schweizer Teamkollegin Manisha Kurth geben, die an derselben Europameisterschaft gleich zwei Medaillen gewann. Die starken Leistungen der beiden zeigen, dass der Schweizer Nachwuchs im internationalen Inline-Speedskating auf dem richtigen Weg ist.
Die Saison ist für Anic Ritter noch nicht beendet. Bereits in knapp drei Wochen steht mit der Cadet Challenge in Belgien der letzte internationale Bahnwettkampf des Jahres auf dem Programm. Dort wird Anic Ritter wieder gegen Athletinnen ihrer Alterskategorie antreten und ihre starke Form erneut unter Beweis stellen.
Benjamin Feer, Oberbipp