Boden ist mit 170 Tonnen Arsen belastet
sda. Auf dem mit Arsen belasteten Areal Rheinlehne in Pratteln beginnen heute die Sanierungsarbeiten. Die Altlastensanierung kostet rund 179 Millionen Franken. Bis Ende Februar finden auf dem Gelände Rodungsarbeiten statt, wie ...
Boden ist mit 170 Tonnen Arsen belastet
sda. Auf dem mit Arsen belasteten Areal Rheinlehne in Pratteln beginnen heute die Sanierungsarbeiten. Die Altlastensanierung kostet rund 179 Millionen Franken. Bis Ende Februar finden auf dem Gelände Rodungsarbeiten statt, wie die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion am Freitag mitteilte.
Im April sollen die Rückbauarbeiten der oberirdischen Gebäudeteile beginnen, die drei bis vier Monate dauern werden. Der Rheinwanderweg im Abschnitt Rheinlehne wird deshalb ab heute bis zum 31. August gesperrt, der Weg wird gemäss Communiqué entlang der Rheinstrasse umgeleitet. Das bewilligte Sanierungsprojekt sieht einen Aushub der am stärksten mit Arsen belasteten Bereiche mittels konventionellem Aushub sowie Austauschbohrungen vor. Durch den Aushub von etwa 120 000 Kubikmetern Material werde das Schadstoffpotenzial um rund 98 Prozent verringert. Die Kosten der rund dreijährigen Sanierung belaufen sich gemäss Kantonsangaben aus dem Jahr 2023 auf rund 179 Millionen Franken. Der Bund hatte im Juni 2023 bekannt gegeben, dass er von 2024 bis 2029 insgesamt 265 Millionen Franken für die Sanierung von Altlasten ausgeben will – etwa 70 davon für die Rheinlehne. Der jetzige Arealbesitzer will 3 Millionen Franken dazu beitragen. Auf dem Areal sind fünf grössere, mehrgeschossige Gewerbegebäude mit Wohnungen geplant.
Die inzwischen nicht mehr vorhandene Firma F. Petersen & Sichler stellte zwischen 1862 und 1908 auf dem Areal gegenüber der Saline Schweizerhalle den roten Textil-Farbstoff Fuchsin her. Wegen der Ablagerung von Produktionsabfällen sowie undichten Abwasserleitungen ist der Untergrund heute mit 170 Tonnen Arsen belastet. Die Verunreinigungen reichen gemäss dem Bundesamt für Umwelt teilweise bis in eine Tiefe von zehn Metern und somit in Bereiche, durch die Grundwasser fliesst.