Geselliges Treffen bis hinauf auf die Wasserfallen
Mehr als 30 Alphörner erklangen am Wochenende in Reigoldswil selbst und auf der Wasserfallen: Das diesjährige – der Kameradschaft und Kontaktpflege gewidmete – Nordwestschweizerische Alphorntreffen war ein ...
Geselliges Treffen bis hinauf auf die Wasserfallen
Mehr als 30 Alphörner erklangen am Wochenende in Reigoldswil selbst und auf der Wasserfallen: Das diesjährige – der Kameradschaft und Kontaktpflege gewidmete – Nordwestschweizerische Alphorntreffen war ein Erfolg.
André Frauchiger
Alljährlich organisiert die Alphornvereinigung Nordwestschweiz ein lockeres Alphorntreffen. Dabei stehen das gemeinsame, auch spontane Spiel von Alphorn-Begeisterten sowie das Kennenlernen ohne irgendeinen Wettbewerb im Vordergrund. Dieses Jahr fand der Anlass in Reigoldswil statt: im Dorf und auf der Wasserfallen. An verschiedensten Orten in Reigoldswil – vom Dorfplatz bis zum Alters- und Pflegeheim Moosmatt und weiter zur Talstation der Wasserfallenbahn – formierten sich 34 Alphorn-Spielende spontan zu Gruppen und spielten zur eigenen und zur Freude der Zuhörenden auf ihren Instrumenten.
Originell war schon der Auftakt am Samstag um 10 Uhr beim Brunnen auf dem Dorfplatz. Passend zur guten Stimmung gab es den «Jubelchoral» des Komponisten Hansjörg Sommer, den «Eigenämter Choral» von Bernhard Wichsler und schliesslich «Dr Dangg» von Hans-Jürg Sommer. Dirigentin Esther Masero aus Riehen hatte die Musizierenden mit Klarheit, Witz und Humor «im Griff».
Der Marsch zu den verschiedenen Vortragsorten auf dem Weg zur Talstation der Wasserfallenbahn war nicht im Detail geplant. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden aufgefordert, in spontaner Zusammensetzung und an selbst gewählten Orten zu musizieren. Das klappte hervorragend. Alle zeigten sich offen und lernten auf diese Weise neue Kolleginnen und Kollegen kennen.
Sehr zu schätzen wussten die Bewohnenden und Besuchenden des Altersheims Moosmatt das spontane Ständeli einer Gruppe Alphorn-Spielender. Gewissermassen als Vertreterin Reigoldswils nahm auch die reformierte Pfarrerin Dorothee Löhr am Treffen teil – und zwar als aktive Alphornbläserin. Und auch sie, die erst seit rund eineinhalb Jahren in Reigoldswil tätig ist, hatte sichtlich Spass am Musizieren.
Nach freiem Spielen auf der Wasserfallen und dem Mittagessen im Restaurant «Hintere Wasserfallen» gab es einen beeindruckenden Abschluss-Auftritt mit allen 34 Alphornbläserinnen und -bläsern. Der weiche und trotzdem starke Klang der vielen Alphörner, die harmonischen Melodien in imposanter Umgebung mit Weitsicht bis zum Schwarzwald – dies konnte in der Tat unter die Haut gehen. Auf jeden Fall war es ein würdiges Finale. Die Zuschauerinnen und Zuschauer dankten mit grossem Applaus.
Jeder kann es lernen
Beat Hunziker, Präsident der Alphornvereinigung Nordwestschweiz, betonte gegenüber der «Volksstimme», alle Interessierten könnten das Spielen auf diesem Instrument lernen. Ein Vorteil sei, wenn Vorkenntnisse bezüglich Blasinstrumente bestünden, wobei das hölzerne Mundstück für das Alphorn gewöhnungsbedürftig sei. Auch Kenntnisse im Notenlesen könnten ein Vorteil sein. Interessierte melden sich bei der Alphornvereinigung Nordwestschweiz; diese vermittelt in den einzelnen Kantonen die möglichen Untergruppen und Alphornkurse.
Die Alphornvereinigung Nordwestschweiz ist der Zusammenschluss der Alphornbläserinnen und -bläser aus den Kantonen Solothurn, Aargau und den beiden Basel. Die Vereinigung zählt insgesamt rund 300 Mitglieder. Zusammen mit den Jodlern und den Fahnenschwingern ist die Alphornvereinigung unter dem Dach des Nordwestschweizerischen Jodlerverbands organisiert.
Mehr Informationen auf www.alphornvereinigung.ch oder info@alphornvereinigung.ch