28 Guggen und 27 Festbeizen
27.02.2026 Gelterkinden«Cherus» lockt Gäste aus der halben Schweiz an
Der Guggen- und Streetfoodanlass «Cherus Gälti» zieht seit unterdessen elf Jahren Leute aus nah und fern an. Trotz verschärfter Auflagen blickt das Organisationskomitee mit Optimismus in die Zukunft.
...«Cherus» lockt Gäste aus der halben Schweiz an
Der Guggen- und Streetfoodanlass «Cherus Gälti» zieht seit unterdessen elf Jahren Leute aus nah und fern an. Trotz verschärfter Auflagen blickt das Organisationskomitee mit Optimismus in die Zukunft.
Sander van Riemsdijk
Am 23. Februar 2013 konnte sich der «Cherus Gälti» als Alternative zum «Cherus Liestal» mit 18 Guggen zum ersten Mal präsentieren. Morgen Samstag geht der Anlass in die elfte Runde. Nicht weniger als 28 Guggen aus verschiedenen Regionen der Schweiz und aus dem nahen Ausland werden auf fünf Bühnen für beste Unterhaltung sorgen. Dazu kommen 27 Festbeizen rund um den Dorfplatz.
Der «Cherus Gälti» ist in den vergangenen Jahren insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Sicherheitsdispositiv und Gesamtorganisation gewachsen. «In der Umsetzung sind wir professioneller geworden», sagt Stephan Béhé, Mitgründer und seit Beginn Präsident des 14-köpfigen Organisationskomitees. Am konzeptionellen Grundsatz – Fasnachtsfreude, Begegnung und Genuss im Dorfzentrum – wurde in all den Jahren nichts geändert.
Keine mittelfristige Bewilligung
Im Zuge veränderter Essgewohnheiten wurde jedoch das Foodkonzept weiterentwickelt. Dazu Béhé: «Heute setzt man auf hochwertige, frisch zubereitete Spezialitäten mit regionalem Bezug, aber auch mit internationalen Einflüssen. Es wird eine kulinarische Vielfalt geben.» Wie bei vielen Grossanlässen standen auch beim «Cherus Gälti» Weiterentwicklungen an. Durch aktiven Austausch mit der Anwohnerschaft und mit gezielten Verbesserungen – etwa einem ökologischen Abfallkonzept – konnte ein gegenseitiges Verständnis geschaffen werden. «Wir haben das Gespräch gesucht – und vieles hat sich seither positiv entwickelt. Heute besteht ein gutes Einvernehmen mit dem Dorf», sagt der OK-Präsident. Das hohe Personenaufkommen stellt die Behörden und das Organisationskomitee vor grosse Herausforderungen. «Neue Anforderungen und steigende Qualitätsstandards versteht das OK als Ansporn, die Veranstaltung laufend weiterzuentwickeln», versichert Béhé.
Gleichzeitig setzt sich das Team für möglichst stabile und planbare Rahmenbedingungen ein, um langfristig Sicherheit für Sponsoren, Partner und Mitwirkende zu gewährleisten. «Da der Gemeinderat eine 3-Jahres-Rahmenbewilligung abgelehnt hat, werden wir uns diesbezüglich nach dem ‹Cherus› nochmals intensiver Gedanken machen müssen», so der Präsident. Klar sei: Das Organisationskomitee setze sich mit viel Herzblut für die kulturelle Vielfalt in Gelterkinden ein.
Nicht zu unterschätzen ist, dass der Anlass das Dorf weit über die Region hinaus bekannt macht. So hat diese Woche auch Radio SRF landesweit über die Veranstaltung berichtet. Die Durchführung eines Events dieser Grössenordnung erfordert jedoch viel Engagement, Planung und finanzielle Verantwortung. Stephan Béhé ist überzeugt, dass «mit verlässlichen Rahmenbedingungen und breiter Unterstützung der ‹Cherus› auch in Zukunft erfolgreich weitergeführt werden kann».
«Cherus Gälti»,
Samstag, 28. Februar, ab 15.30 Uhr, auf dem Dorfplatz und in den Seitenstrassen in Gelterkinden.

