Zwei Niederlagen besiegeln Abstieg für Wild Dogs
Die Unihockeyaner der Wild Dogs Sissach steigen aus der höchsten Kleinfeld-Liga der Schweiz ab. In einer engen Abstiegsserie gegen Derendingen gehen die letzten beiden Spiele jeweils mit einem Tor Vorsprung an die Solothurner.
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Zwei Niederlagen besiegeln Abstieg für Wild Dogs
Die Unihockeyaner der Wild Dogs Sissach steigen aus der höchsten Kleinfeld-Liga der Schweiz ab. In einer engen Abstiegsserie gegen Derendingen gehen die letzten beiden Spiele jeweils mit einem Tor Vorsprung an die Solothurner.
Sebastian Wirz
«Wenn du in 120 Minuten nur 7 Tore bei ‹3 gegen 3› erzielst, dann ist das einfach zu wenig», sagt Patrick Graf und seufzt. Genau das ist die Ausbeute der Wild Dogs Sissach in den letzten beiden Spielen der Abstiegsserie gegen Unihockey Derendingen am Samstagmorgen und Sonntagnachmittag. Dank gutem Überzahlspiel kamen die Oberbaselbieter am Wochenende zwar auf 12 Tore, konnten sich aber mangels Effizienz bei «3 gegen 3» nie absetzen. Das Resultat sind zwei knappe Niederlagen. Derendingen steigt in die 1. Liga auf. Sissach kehrt drei Jahre nach dem erstmaligen Aufstieg ins Oberhaus in die 2. Liga zurück.
Wie eng die Serie des Zweitletzten von der 1.-Liga-Gruppe 1 gegen den Zweitplatzierten von der 2.-Liga-Gruppe 2 war, zeigen die addierten Resultate. Beide Teams haben je 23 Tore erzielt und zugelassen. Sissach hat ein Spiel mit zwei Toren Vorsprung gewonnen, Derendingen zwei mit je einem Tor Vorsprung für sich entschieden. Von den neun Dritteln gingen vier an Sissach und fünf an Derendingen. Die Sissacher Topscorer hiessen dabei Janic Geissmann (6 Tore), Nico Hasler und Marco Bächli (je 5).
Verschlafener Start
Im Heimspiel am Samstag, das die
Oberbaselbieter wegen einer Terminkollision im Sissacher Tannenbrunn «auswärts» in Känerkinden austragen mussten, verschliefen sie den Start. In der sehr gut gefüllten und stimmungsvollen Halle – Tröten, Pauken und Rätschen inklusive – hiess es nach etwas mehr als einem Drittel 6:1 für die Gäste. «Wir waren immer einen Schritt zu spät», sagt Graf. Dank eines tollen Schlussspurts wurde es noch einmal eng, aber «für den Ausgleich hat es nicht mehr gereicht.»
Im Entscheidungsspiel habe Patrick Grafs Team Derendingen dann zu Beginn «absolut im Griff» gehabt. «Wir haben einfach das Tor nicht getroffen. Zudem hat der Derendinger Goalie die ganze Serie über eine Riesenleistung gezeigt», sagt Graf. Die eigene Defensive sei ebenfalls gut gewesen. Und das stimmt: 5 Tore in 60 Minuten effektiver Spielzeit zu kassieren, ist im Kleinfeld-Unihockey sehr wenig.
Graf kommt zum Schluss: Fehlende Effizienz, ausfallende Spieler wegen Krankheit und Verletzungen, kein echtes Heimspiel – «dann reicht es halt nicht.» Die Wild Dogs treten kommende Saison wieder in der 2. Liga an. Ob dabei der direkte Wiederaufstieg angepeilt werden soll, ist noch nicht beschlossene Sache.