SIECHKASTEN
20.02.2026 FasnachtSehr verwehrter Briefkastenonkel
So ein Spitzriebli aus dem provinziellen Oberbaselbiet hat permanent gegen meine Tochterbank gegiftelt. Dabei gehört die Bank doch dem Kanton, in dessen Parlament das Biebli selber sitzt. Ist es statthaft, dass ein Kantonsvertreter das eigene ...
Sehr verwehrter Briefkastenonkel
So ein Spitzriebli aus dem provinziellen Oberbaselbiet hat permanent gegen meine Tochterbank gegiftelt. Dabei gehört die Bank doch dem Kanton, in dessen Parlament das Biebli selber sitzt. Ist es statthaft, dass ein Kantonsvertreter das eigene Kantonalbank-Töchterli so dermassen zur Sau macht, bis diese absolut unverkäuflich und der Schaden riesig ist? Könnte man dem auch vorsätzliche Geschäftsschädigung sagen?
John Rädical-Abgesägt,
Luderholz, 4059 Fasel-Satt
Lieber Johnny
Zwar nur knapp daneben, aber auch das ist vorbeigeschossen. Wenn man 170 Millionen verbrennt, darf es im Parlament schon ein bisschen rauchen. Nimm lieber Dein Schweigegeld und schweig! Nicht jedem wird für eine solche Pleite ein so saumässig hoher Jahreslohn hinterhergeworfen. Geh dorthin zurück, wo du dein windiges Handwerk gelernt hast. Die CS verteilt auch noch goldige Trostpflästerli. Hoffentlich kommst du nicht zu spät.
Lieber Briefkastenonkel
Ich brauche einen Rat. Weil mein herzensliebstes Herzstück versenkt wurde, habe ich das Bedürfnis, nun zurückzutreten und meinen Frust in Alkohol zu ersäufen. Woher soll ich den günstig bekommen, wenn ich bald einmal nicht mehr so einen unglaublichen Zapfen habe?
Isi Öchsli, noch unter dem Rebberg
Lieber Öchsligrad
Auch ein Rücktritt kann ein Fortschritt sein. Vermutlich wirst Du als grüner Neo-Winzer in deinem vernebelten Rebberg bald einen irrsinnig sauren Bio-Ranzenklemmer produzieren, der einem die Zähne wegäzt. Aber auch dort hats bestimmt e bitz Allool drin. Prost!
Dear Mister Gurli
I say: 39 % Taxes for your Görlifiengger-Newspaper – or else a golden Rolex and a gold bar for me! Deal?
Donald Duck, Mar-A-Lego
Dear Mr President
We offer you our radicant bank. Nimm sie, dann können wir mit den 39 % ganz gut leben. Eine Oris (in Form eines Kinos) gibts obendrauf!
Sehr verwirrter Herr Gurli
Ich bin zwar Fachfrau in Sachen Marketing für Blööterliwasser, doch in diesem Fall bin ich etwas ratlos: Ich habe meinen Namen gewechselt, weil ich nicht mehr Kuchenporner heissen will. Wie soll ich das bekannt machen? Oder soll ich am besten schweigen wie ein stilles Wasser ohne Pfupf?
Amarillis Brustaramer, Ägypten
Liebe Amarillis
Da Du regelmässig Auftritte in Funk und Fernsehen hast, ist das tatsächlich etwas ein Problem. Ich kann dir nur raten: Mach weiter so wie bisher: Tue so, als wäre nichts. Und wenn jemand blöd fragt, schau ihn ganz verwundert an, als käme er von einem anderen Stern. So geht gutes Marketing!
Lieber Herr Gurli
Ich bin SVP. Ich habe mich da draussen am ganz rechten Rand verliebt und sofort geheiratet. Mein Ehemann Mils Feucht lebt in einem fiechten Tal im Kanton Mutz. Wenn ich mich dort offiziell anmelde, dann darf ich meine abstrusen Theorien nicht mehr in meiner alten Heimat verbreiten und nicht mehr für alle Ämtli kandidieren, die gerade frei werden. Nicht einmal mehr an der Schisskaffer Gmäini dürfte ich meine Reden halten! Und vor allem dürfte ich nicht mehr gegen meine weichgespülte Erzkonkurren- tin antreten, die neuerdings so tut, als wär’ sie überhaupt nicht mehr Rot.
Sari Ärger’z, im nüechteligen
Franjotal
Liebe Sari
Das ist ein Dilemma. Behaupte einfach, dass Du Deinen Lebensmittelpunkt immer noch im Siffkaff hast. Sowieso schreibt Deine rückständige, ähm konservative Partei im Internet in Deinem Steckbrief immer noch: ledig. Kein Problem also.
Lieber Herr Tokter
Ich bin SVP. Ich habe mich da draussen am ganz rechten Rand verliebt und sofort geheiratet. Mein Ehemann F. Spiegelfechter lebt ganz nah an der bösen Stadt und ich habe mich dummerweise dort angemeldet. Darf ich trotzdem noch in Siffkaff für den Landrat kandidieren oder muss ich meinen Sitz kampflos meiner Konkurrentin Ärger’z überlassen, die gerissener war als ich und so tut, als würde sie der Wohnort ihres Manns ein fiechter Dräck kümmern? Sonst muss ich in meiner neuen Heimat gegen meinen Ehemann kandidieren und könnte nicht mehr in den Spiegel schauen.
Nikki Spiegelverkehrt-Nichtrot
Werte Frau Eulenspiegel
Schon die Dritte in Folge! Jetzt längts aber! Lasst mich mit Euren blöden Namensproblemen in Ruhe!
Liebe Err Gurli
Mir gehört die grosse Sonne und ich bin der strahlende Sonnenkönig. Doch will niemand meine Sonne pachten, obwohl sie so hell scheint und so heiss ist, dass man viele feine Pinsa backen kann. Was mache ich nur falsch?
Miggi, Sissaggi
Lieber Miggi
Falls ich das richtig sehe, häuschst Du 300 000 Franken Pachtzins pro Jahr für Deine Sonne. Lass mich rechnen: Wenn Dein Pächter an jeder servierten Pinsa einen Franken verdient, so muss er also 300 000 Stück davon verkaufen. Für so viele Gäste ist dein Nobelschuppen schlicht zu klein! Mache also einen riesigen Anbau und bete, dass die Sonne nicht das macht, was sie sonst so gerne tut: untergehen.
Lieber dipl. Ing. Gurlionkel
Regelmässig fragen mich meine Untertanen, wie lange sie das gruusige Dach über der Tschudy-Villa noch anschauen müssen. Peinlicherweise weiss ich darauf keine Antwort. Und Du?
Peterlig Muuser, Gmäinimuuni
Lieber Peterlig
Statistisch gesehen ereignet sich in unserer Region alle 2500 Jahre ein grosses Erdbeben. Das letzte ist 668 Jahre her. Rechne!
Hoch geehrter Herr Briefkasten
Ich bin wahnsinnig freisinnig. Ich bin partout und strikt gegen jegliche Steuererhöhung! Jetzt bin ich als gemeiner Rat dummerweise plötzlich in der Verantwortung und erkenne, dass man von liberalen Reden nicht gefressen hat. Darf ich eine Steuererhöhung beantragen?
Titi Rebler, F(**)DP, Sparssach
Lieber Rebler
Falls Du die wertvolle Erfahrung machen willst, einmal vor grossem Publikum so richtig saumässig auf den Ranzen zu gheien: dann probiers!
Lieber Gurli
Heldenhaft bin ich eingesprungen und mache den Sissecher Heldenpfad. Darf ich mir selber so eine Helden-Denkmal-Station widmen, am besten so grün wie eine Stechpalme?
Robi Bobby, Notfallhisteriker
Lieber Robi Ein Robidog. Authentizität ist alles.
Herr Gurlionkel
Wir haben hier im florierenden WB-Tal das digital-modernste Bähnli der Welt. Dummerweise haben wir uns bei den Fahrgastzahlen um 300 000 Personen verzählt. Darf man als Ausrede einen Softwarefehler angeben, oder unterminiert das unsere digitale Glaubwürdigkeit?
Frédéric Money, BLT-Boss, Unterwil
Lieber Moneymaker
Erkläre Deinen Fahrgästen lieber einmal, wieso Dein hypermodernes Superzügli jeden Schnellzuganschluss in Liestal verpasst. Nicht jeder Denkfehler ist automatisch auch ein Softwarefehler.
Lieber Dr. rer pol Gurli
Stimmt es, dass ich vor vielen Jahrzehnten einmal fürchterlich gegen Sesselkleber rumgemotzt habe?
Mayeli, 4-ever Bern
Liebe Biene
Geschenkt. Schon Adenauer kümmerte sein Geschwätz von gestern nicht.
Hallo Herr Professor
Ich bin für die Wirtschaftsförderung zuständig, weiss peinlicherweise aber nicht, was die Firma Bachem in Autodorf eigentlich produziert. Können Sie mir diskret weiterhelfen?
Thomy Senf Air Jordan, Uttenz
Lieber Thomy Aber gern. Die produzieren Parkhäuser.

