Aus Ratlosigkeit wurde ein verdienter Aufstieg
Beim drittletzten Meisterschaftsspiel hatte die AC Rossoneri die Chance, den Sack zuzumachen. Sie hielt dem Druck stand und besiegte den FC Liestal zu Hause mit 4:1. Nach dem Schlusspfiff wurde der Aufstieg in die 2. Liga ordentlich ...
Aus Ratlosigkeit wurde ein verdienter Aufstieg
Beim drittletzten Meisterschaftsspiel hatte die AC Rossoneri die Chance, den Sack zuzumachen. Sie hielt dem Druck stand und besiegte den FC Liestal zu Hause mit 4:1. Nach dem Schlusspfiff wurde der Aufstieg in die 2. Liga ordentlich gefeiert.
Edgar Hänggi
Vor zwei Jahren wurde Marcel Hottiger aus dem Ruhestand geholt: Es brauchte einen Trainer in Lausen, und vor allem brauchte es Spieler. Hottiger wagte sich an die Aufgabe, baute das Team auf und beendete die Saison auf Platz drei. Zusammen mit seinem neuen Assistenten Gleison Dos Santos und seinen Spielern wollte er diese Saison das nächste Level erreichen. Der FC Birsfelden wurde zwar als Favorit für den Aufstieg gehandelt, doch Rossoneri liess sich nie abschütteln. «Wir spielten Runde für Runde, ohne uns gross Gedanken zu machen. Als uns in Birsfelden ein Remis gelang, begannen wir, an den Aufstieg zu glauben», erklärt Hottiger.
Nachdem Birsfelden am Samstag in Röschenz verloren hatte, war klar, dass der Aufstieg am Mittwochabend zwei Runden vor Schluss besiegelt werden konnte. Als jedoch Patrick Rudin nach neun Minuten den FC Liestal in Führung brachte, wurde es auf dem «Bifang» ruhig. Fehlpässe schlichen sich ins Spiel von Rossoneri, was Hottigers Stimme belastete. In der 23. Minute traf Captain Mirco Melita nach einem Eckball per Kopf zum Ausgleich. Liestal zeigte danach noch einige gelungene Angriffe, aber die Tore fielen auf der anderen Seite und Rossoneri zeigte sein Können. In der 33. Minute traf Leandro Ferreira nach einem Steilzuspiel an Torhüter Lars Ruflin vorbei, und in der 41. Minute lancierte Gleison Dos Santos mit einem Zuspiel in die Schnittstelle der Abwehr Leandro Stasi, und der war einen Hauch vor dem Liestaler Goalie am Ball und erzielte das 3:1.
«Wir führten und weil auch ein Unentschieden gereicht hätte, wollten wir nach dem Wiederanpfiff keine Risiken eingehen. Defensiv sicher stehen und wenn sich uns die Gelegenheit bietet, dann zuschlagen», erklärte Hottiger die Taktik für Durchgang zwei. Rossoneri hatte zwar Chancen, spielte sie aber nicht immer gut zu Ende, oder aber Liestals Ruflin war glänzend zur Stelle. Als Stasi den Ball in der 84. Minute zum 4:1 ins Tor beförderte, huschte auch bei Hottiger ein Lächeln über das Gesicht. Während der Nachspielzeit wurden rund um die Spielerbank von Rossoneri die Meister-Trikots angezogen und die Prosecco-Flaschen vorbereitet – wie es sich für eine Meisterfeier eben gehört.