Schülerinnen und Schüler sollen im Dorf verteilt werden
Weil es mehr Schulkinder und Gruppenunterricht gibt, wird in Diepflingen nach den Sommerferien der Schulraum knapp. Die Kinder sollen darum in Gemeindeliegenschaften und in einem Container unterrichtet ...
Schülerinnen und Schüler sollen im Dorf verteilt werden
Weil es mehr Schulkinder und Gruppenunterricht gibt, wird in Diepflingen nach den Sommerferien der Schulraum knapp. Die Kinder sollen darum in Gemeindeliegenschaften und in einem Container unterrichtet werden.
Janis Erne
In Diepflingen wird der Schulraum knapp. Ab dem Schuljahr 2023/24, das nach den Sommerferien beginnt, hat es zu wenig Zimmer für einen ordentlichen Schulbetrieb. Das hat zwei Ursachen: Zum einen seien die Kinderzahlen gestiegen, zum anderen gebe es vermehrt Gruppenunterricht, wie es in der Einladung zur Gemeindeversammlung heisst. Diese findet nächsten Mittwoch statt, dann befasst sich der Diepflinger Souverän mit dem Problem der fehlenden Zimmer im Primarschulhaus.
Im Vorfeld hat der Gemeinderat «kurzfristige» Massnahmen ausgearbeitet, mit denen er dem knappen Schulraum Abhilfe schaffen will. Er schlägt vor, dass die Kinder auch in Gemeindeliegenschaften unterrichten werden sollen, bis eine bessere, nachhaltige Lösung gefunden ist. So soll die Primarschule vorübergehend das Kommissionszimmer und die Galerie im Gemeindehaus, die Bibliothek am Sommerauweg 18 und das Florianstübli nutzen. Im Florianstübli finden laut Gemeindewebsite 40 Personen an Tischen Platz.
Zusätzlich schlägt der Gemeinderat ein Schulprovisorium vor. Auf dem Schulhausplatz soll ein Container aufgestellt werden – dieser wäre ungefähr so gross wie ein Klassenzimmer. Das Containerprovisorium mitsamt Aufstellen und Abbauen wird auf 95 000 Franken veranschlagt, die jährliche Miete auf 22 500 Franken. Hinzu kämen 20 500 Franken für das Inventar und das Mobiliar, 2000 Franken für den Umzug und 10 000 Franken für Reserven. Der Antrag des Gemeinderats an die Gemeindeversammlung umfasst also Kosten von 150 000 Franken. Mit diesen Massnahmen, so der Gemeinderat, würde der aktuelle Bedarf an Schulraum gedeckt. Dennoch brauche es mittel- und langfristige Lösungen. Das wäre dann wohl ein Schulhausanbau, ein neues Gebäude oder eine gemeinsame Schule mit Thürnen.