Souverän bewilligt Kredit über 900 000 Franken
Die Gemeinde Diepflingen kauft zwei Liegenschaften am Sommerauweg. Sie sollen unter anderem Platz für zusätzlichen Schulraum schaffen. Die Gemeindeversammlung bewilligte dafür einen Kredit von 900 000 ...
Souverän bewilligt Kredit über 900 000 Franken
Die Gemeinde Diepflingen kauft zwei Liegenschaften am Sommerauweg. Sie sollen unter anderem Platz für zusätzlichen Schulraum schaffen. Die Gemeindeversammlung bewilligte dafür einen Kredit von 900 000 Franken.
Peter Stauffer
Fast gespenstische Stille herrschte im Gemeindesaal von Diepflingen vor Beginn der Einwohnergemeindeversammlung. Es handelte sich dabei aber nicht um eine Stille vor dem Sturm – sie war wohl mehr der Distanz zum Sitznachbarn und den Masken geschuldet. Gemeindepräsident Markus Zaugg konnte am Mittwoch knapp 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – davon 24 Stimmberechtigte – zur Budgetgemeinde begrüssen. Hinter der Ruhe und Gelassenheit der Anwesenden steckte sicher auch eine gewisse Zufriedenheit mit der Arbeit des Gemeinderats, was sich auch in der praktisch einstimmigen Genehmigung sämtlicher Anträge der Behörde ausdrückt.
Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger stimmen zuerst dem Kredit von 990 000 Franken zur Sanierung des Beckenmattwegs inklusive Ersatz und Verlängerung der Wasserleitung zu. In der gleichen Höhe bewegt sich der 900 000-Franken-Kredit für den Erwerb von zwei Liegenschaften am Sommerauweg. Beide Gebäude samt Umschwung liegen in oder angrenzend an die ÖW-Zone.
Sie sollen für die Schaffung von zusätzlichem Schulraum sowie Wohnraum für gemeindeeigene Zwecke dienen. Im Übrigen biete der Garten des einen Gebäudes beste Voraussetzungen für die Umsetzung des ursprünglich an anderer Stelle geplanten Kleinkinderspielplatzes, so der Gemeinderat. Die Bedenken eines Stimmbürgers um die Lärmbelästigung eines Spielplatzes mitten im Wohngebiet nimmt der Gemeindepräsident entgegen und verspricht, die Thematik im Auge zu behalten. Auch dieser Kredit wird genehmigt. Die Finanzierung ist durch die Reinvestierung des Verkaufserlöses einer gemeindeeigenen Parzelle gesichert.
Die Finanzchefin der Gemeinde, Stefanie Orlandi, stellt das Budget 2021 anhand verschiedener Diagramme vor. Erstmals kündet sich nach einer längeren Periode positiver Abschlüsse ein Aufwandüberschuss von 175 250 Franken an. Dieser wird mehrheitlich durch die massive Kürzung des Finanzausgleichs des Kantons verursacht. Auch ist die Einnahmenseite eher zurückhaltend budgetiert, insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass zum jetzigen Zeitpunkt die finanziellen Auswirkungen der Covid-19-Krise nicht eingeschätzt werden können. Der Einkommens- und Vermögenssteueransatz (65 Prozent) sowie die Gebühren bleiben unverändert. Einstimmig wird das Budget so angenommen.
Nach Genehmigung kleinerer Anpassungen beim Besoldungs- und beim Hundereglement konnte Zaugg die Versammlung mit einigen besinnlichen Gedanken schliessen.