Über die Grenze in den Aargau
29.10.2020 RatgeberWandertipp | Buuseregg–Baregg–Junkerschloss–Brunnenhof–Wegenstetten
Die Wanderung führt von der Buuseregg den Farnsberg entlang zum Junkerschloss und über den Fürstenhof und Brunnenhof nach Wegenstetten
Ueli ...
Wandertipp | Buuseregg–Baregg–Junkerschloss–Brunnenhof–Wegenstetten
Die Wanderung führt von der Buuseregg den Farnsberg entlang zum Junkerschloss und über den Fürstenhof und Brunnenhof nach Wegenstetten
Ueli Oberli
Buus ist mit 8,85 Quadratkilometern Fläche die drittgrösste Gemeinde im Bezirk Sissach. Der Name geht auf die voralemannische Zeit zurück. Im Mittelalter gehörte die Ortschaft wahrscheinlich dem Kloster Beromünster und kam auf Umwegen mit der Farnsburg an die Thiersteiner. Aus Geldmangel verkaufte Thomas von Falkenstein die Farnsburg 1461 an die Stadt Basel.
Über 300 Jahre lang herrschten die Basler Landvögte von der Farnsburg aus über das umliegende Land. 1798 wurde die Burg von aufständischen Bauern geplündert und gebrandschatzt. Das Patronatsrecht über die Kirche St. Michael gehörte vom 14. Jahrhundert bis 1805 dem deutschen Ordenshaus in Beuggen. Der Weinbau, 1274 erstmals urkundlich erwähnt, hat sich bis heute erhalten. Die Rebfläche von knapp 8 Hektaren hat etwa 45 000 Rebstöcke, die von rund 20 Wein- und Hobbybauern bewirtschaftet werden.
Nach dem Ausstieg auf der Buuseregg durchqueren wir den Parkplatz und biegen am unteren Ende rechts in den Feldweg ein. Bei der Y-Gabelung am Ende des Waldes biegen wir nach links abwärts ab. Wir bleiben auf diesem Weg bis zur nächsten T-Gabelung, hier wandern wir nach links und abwärts beim Hof Baregg vorbei. Vor dem Wald machen wir wenige Schritte nach links und dann gehen wir in den Wald. Nach gut 100 Metern überqueren wir die Kantonsstrasse und wandern geradeaus weiter leicht aufwärts. Hier treffen wir mitten im Wald auf einen Zeitzeugen des Kalten Krieges. Wir verlassen den Wald, queren das offene Gelände und kommen wieder in den Wald. Bei der Y-Gabelung halten wir uns nach rechts. Wir bleiben nun auf diesem Weg, nach dem Wald folgen wir dem Waldrand zum Hof Junkerschloss.
Verheerender Dorfbrand
Hemmiken wurde 1255 erstmals urkundlich als «Ennichon» erwähnt. Wie Buus kam das Dorf 1461 von den Thiersteinern zur Stadt Basel. Während des Schwaben- und des Dreissigjährigen Krieges wurde es wegen der Nähe zum damals österreichischen Fricktal mehrmals gebrandschatzt. In den Trennungswirren 1833 hielten die Hemmiker mehrheitlich zu den Patrioten und zur Landschaft. Sieben Bürger, darunter der Gemeinderat, hielten zur Stadt. Wegen der Entfernung zu den hauptsächlichen «Kriegsschauplätzen» blieben die Hemmiker Patrioten diesen Kämpfen fern. Sie beteiligten sich aber am Zug ins Reigoldswilertal im Herbst 1831 und am Gefecht bei Gelterkinden am 6. und 7. April 1832.
Nach dem Hof, bei den Wegweisern, wenden wir uns nach links abwärts zum Wald. Bei der Y-Gabel am Waldrand biegen wir nach rechts ab und kommen zum Fürstenhof mit seinen Alpakas. Bei der Kreuzung nach etwa 300 Metern biegen wir nach rechts ab und kommen zum Brunnenhof. Bei der Kreuzung nach dem Hof gehen wir leicht ansteigend geradeaus weiter bis zur Gabelung beim Wegkreuz, hier wandern wir rechts weiter. Immer abwärts kommen wir beim Mühlehof vorbei an den Deckbach. Hier wenden wir uns nach links und bleiben auf diesem Weg bis zur ersten Brücke. Nach rechts kommen wir zur Bushaltestelle respektive zur Busgarage.
Wegenstetten liegt am oberen Ende des Möhlintals, als «Wegosteon» wurde es im Jahr 1246 erstmals urkundlich erwähnt. Im Hochmittelalter waren das Damenstift Säckingen und die Grafen von Homberg-Thierstein Grundherren. Nachdem es von Truppen aus Basel und der Eidgenossenschaft geplündert worden war, zerstörte es 1445 ein verheerender Dorfbrand. Ab 1491 gehörte Wegenstetten zu Vorderösterreich. Im 17. Jahrhundert kam es hier zu mehreren kriegerischen Ereignissen, die das Dorf wirtschaftlich in seiner Entwicklung weit zurückwarfen. Ab 1797 war Wegenstetten mit dem Fricktal Teil eines französischen Protektorats, bevor es am 19. Februar 1803 zum Kanton Aargau kam.
Wandertipp 79
Karten 1:25 000,
Blatt 1068 Sissach
Distanz ca. 7,1 km
Aufstieg ca. 150 m
Abstieg ca. 290 m
Wanderzeit ca. 2¼ h
Anreise von Gelterkinden mit Bus Linie 100 bis Buuseregg
Rückfahrt ab Wegenstetten mit Bus Linie 89 nach Möhlin, weiter mit S1 Richtung Pratteln




