Polizei stellt 24 000 Franken sicher
md./sda. Ein mutmasslich betrügerisch tätiger falscher Polizist ist in Rünenberg verhaftet worden. Die Baselbieter Polizei stellte einen Bargeldbetrag von 24 000 Franken sicher. Der polizeiliche Zugriff geschah ...
Polizei stellt 24 000 Franken sicher
md./sda. Ein mutmasslich betrügerisch tätiger falscher Polizist ist in Rünenberg verhaftet worden. Die Baselbieter Polizei stellte einen Bargeldbetrag von 24 000 Franken sicher. Der polizeiliche Zugriff geschah gestützt auf Ermittlungen in einem Betrugsfall am 9. Juli, wie die Baselbieter Polizei gestern mitteilte. Der 36-jährige türkische Staatsangehörige muss sich dafür verantworten, als «Abholer» in einem Fall von falschem Polizisten tätig gewesen zu sein.
Beim Verhafteten handle es sich nicht um einen Einzeltäter, wie Mediensprecher Roland Walter auf Nachfrage der «Volksstimme» angibt. «Der Mann gehört zu einem organisierten Netz in der Türkei», so Walter. Dort gebe es ganze Callcenter, die auf solche Betrugsmaschen spezialisiert sind. «In der Schweiz haben sie Komplizen, die das Geld abholen.»
Verhaftet worden sei der 36-Jährige unmittelbar nach einem Geldbezug aus einem Briefkasten. Wie genau die Polizei dem Mann auf die Spur gekommen ist, will sie aus taktischen Gründen nicht verraten, sagt Walter. Das beschlagnahmte Geld gehörte einer älteren Frau. Die Betrüger seien mit der klassischen Masche der faschen Polizisten an sie herangetreten: Dabei kontaktieren die Betrüger ihre Opfer per Telefonanruf und geben sich als Mitarbeitende der Polizei aus. Sie behaupten, Mitglieder einer Einbrecherbande festgenommen zu haben und dabei Notizen gefunden zu haben, auf denen das Haus des Opfers als günstiges Ziel vermerkt sei. Daraufhin äussern sie Bedenken, das Haus des Opfers könnte von Einbrechern heimgesucht werden. Es sei sicherer, Bargeld und Wertsachen ihnen, also den falschen Polizisten, zu übergeben. Immer wieder fallen ältere Menschen, vor allem Frauen, auf den Trick herein.
Der Verhaftete befindet sich in Untersuchungshaft, heisst es in der Mitteilung der Polizei weiter. Die Baselbieter Staatsanwaltschaft habe ein Verfahren eröffnet und in Zusammenarbeit mit der Polizei weitere Ermittlungen eingeleitet.