Smartphones und andere elektronische Geräte sind im Strassenverkehr ständig präsent. Sie tragen dazu bei, dass Autofahrer und Fussgänger schneller abgelenkt werden und sich nicht mehr auf den Verkehr konzentrieren können. Eine aktive Teilnahme im Strassenverkehr, ob als ...
Smartphones und andere elektronische Geräte sind im Strassenverkehr ständig präsent. Sie tragen dazu bei, dass Autofahrer und Fussgänger schneller abgelenkt werden und sich nicht mehr auf den Verkehr konzentrieren können. Eine aktive Teilnahme im Strassenverkehr, ob als Autofahrer, Fahrradfahrer oder Fussgänger, erfordert jederzeit die volle Konzentration auf das Verkehrsgeschehen. Eine kurze Unaufmerksamkeit kann unter Umständen nicht nur zu gefährlichen Verkehrssituationen oder riskanten Fahrmanövern, sondern auch zu schlimmen Unfällen führen.
Schnell eine SMS schreiben, kurz das Navigationsgerät bedienen oder mit Kopfhörern die Strasse überqueren – schon kleine Ablenkungsmomente können fatale Folgen haben. Unaufmerksamkeit und Ablenkung sind auf Schweizer Strassen die häufigste Unfallursache. Ob Sie mit dem Auto, mit dem Motorrad, dem Velo, dem Trottinett oder zu Fuss unterwegs sind: Helfen Sie mit, Unfälle zu vermeiden und lassen Sie sich nicht ablenken.
Gefährlicher als man denkt
Obwohl das Telefonieren mit einer Freisprecheinrichtung nicht generell verboten ist, birgt es eine erhebliche Unfallgefahr. Studien haben gezeigt, dass es hinsichtlich der schlechten Reaktion kaum Unterschiede gibt zwischen dem Telefonieren mit und ohne Freisprecheinrichtung. Die Erklärung: Die grösste Gefahr beim Telefonieren ist nicht die körperliche, sondern die gedankliche Ablenkung. Und diese hängt mehr vom Inhalt des Gesprächs ab als von der Art, wie man telefoniert.
Von Ablenkung betroffen sind nicht nur Fahrzeuglenkende, sondern auch Fussgänger. Telefonieren, Musikhören, die Nutzung von Apps oder auch das Tippen von Textnachrichten sorgen im Strassenverkehr für riskante Ablenkung. Fussgänger, die ein Smartphone nutzen, gehen langsamer, beachten ihr Umfeld weniger, wechseln häufiger die Richtung und verhalten sich insgesamt weniger sicherheitsbewusst. Viele Fussgänger unterschätzen offenbar die Gefahren, denen sie sich selbst aussetzen, wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf solche Art vom Strassenverkehrsgeschehen abwenden. Denn gerade als ungeschützter Verkehrsteilnehmer sind sie bei einem Unfall überdurchschnittlich stark gefährdet.
Sicher auf dem Schulweg
Kinder sind impulsiv und häufig unberechenbar. Erst ab dem Alter von etwa 14 Jahren können sie sich länger auf den Strassenverkehr konzentrieren. Es ist daher von grösster Bedeutung, dass Sie als Eltern den Schulweg gemeinsam mit Ihrem Kind begehen und es auf die Gefahren aufmerksam machen, auf die es achten muss, wenn es dereinst allein unterwegs sein wird. Wählen Sie den sichersten Weg – dies muss nicht immer der kürzeste sein.
Roland Walter, Mediensprecher Polizei Basel-Landschaft