Liang Guorong setzt auf «zeitgenössische Klassik»
aue. Von Nebel umspielte Berggipfel, verwunschene Dörfer, zarte Chrysanthemen – solche und ähnliche Motive wählt Liang Guoron für seine Bilder und gibt ihnen Namen wie «Rauschen ...
Liang Guorong setzt auf «zeitgenössische Klassik»
aue. Von Nebel umspielte Berggipfel, verwunschene Dörfer, zarte Chrysanthemen – solche und ähnliche Motive wählt Liang Guoron für seine Bilder und gibt ihnen Namen wie «Rauschen des Pinienbaums beim Sonnenuntergang …» und «Majestätische Eiswelt». Im «China-House Basel» in Sissach können Besucherinnen und Besucher noch bis 20. Oktober diese und ähnliche Bilder betrachten.
Dort werden ausschliesslich Werke von Künstlern ausgestellt, die in China wohnen und von ihrer Kunst leben können. Dr. Xian Chu Kong, Leiter des «China-House», verlangt ausserdem künstlerische Perfektion. Alle diese Voraussetzungen erfüllt Liang Guorong. Der in China geborene Maler stellt regelmässig national und international aus und seine erste Einzelausstellung in der Schweiz fand 2015 ebenfalls im «China-House» statt.
Im Rahmen der Ausstellungsreihe «Neue Vielfalt in der heutigen Kunst Chinas – Weiterentwicklung der Klassik» zeigt er nun in «Herbst, Wiedersehen mit der Schweiz», wie er die klassische Landschaftsmalerei Chinas neu interpretiert. Grundlegende Elemente sind nach wie vor vorhanden – Streuperspektive, Kalligrafie und Siegel. Mit Farbe und Auflösung genauer Details wagt er sich auf Neuland. An verschiedenen Beispielen lässt sich anhand nebeneinander angeordneten Bildern ein Entwicklungsprozess beobachten. Nicht zu vergessen sind die Botschaften, die jedes der Bilder in sich trägt. Die chinesische Kunst lebt nämlich von unzähligen Symbolen
Einige der Ausstellungswerke zeigen Orte in der Schweiz, wie beispielsweise eine Sicht auf den Genfer See, Berglandschaften und sogar das Dorf Sissach. Die gewohnte Umgebung im chinesischen Stil gemalt zu sehen, ist erfrischend, denn als Europäer sind wir an die Zentralperspektive, eine Momentaufnahme, gewöhnt.