Die gestankfreie Landwirtschaft ist möglich
Zum Artikel «Tierwohl bremst Luftreinhaltung» in der «Volksstimme» vom 5. Juli, Seite 3
Wegen dem Freilaufstall wird argumentiert, dass das Tierwohl die Bemühungen ausbremse, ...
Die gestankfreie Landwirtschaft ist möglich
Zum Artikel «Tierwohl bremst Luftreinhaltung» in der «Volksstimme» vom 5. Juli, Seite 3
Wegen dem Freilaufstall wird argumentiert, dass das Tierwohl die Bemühungen ausbremse, Ammoniak-Emissionen zu reduzieren. Das sind Krokodilstränen, weil richtiges Tierwohl wäre die Weidehaltung – und so kämen Urin und Kot fast nie miteinander in Berührung und es bildete sich weder Ammoniak noch Lachgas. Ammoniak stinkt nicht nur, es ist zusammen mit Lachgas sowohl umwelt- als auch klimaschädliches Gas. Aber es ist auch Düngerverlust, der dann auf dem Acker fehlt. Es gibt eine Lösung für eine Stickstoff-effiziente und geruchlose, klimaschonende Landwirtschaft, die erst noch den Humusboden wieder aufbaut, das Grundwasser schützt und die Er- träge auf dem Feld und im Stall erhöht. Das Wundermittel heisst Pflanzenkohle und ist nicht einfach wieder etwas, was zugekauft werden muss, sondern sie kann kommunal oder sogar vom Landwirt selbst mit einer modernen Pyrolyse-Heizung aus Astschnitt, Chiirssisteinen, Rinde und so weiter hergestellt werden. Dieses mindestens 7000 Jahre alte Wissen könnte unser Klima retten und die Landwirtschaft auch in Sachen Ammoniak vorwärts bringen. Man stelle sich vor, die eigene Heizung macht Kohle!
Martin Schmid, Niederdorf