Vom Rasen auf den «Gletscher»

Do, 07. Sep. 2017

Während die besten Schweizer Eishockeyaner in die Saison starten, bekommt man in Sissach noch keine kalten Füsse: Erst am 23. September wird geeist – wenn der Bach denn genügend Wasser führt.

Am Donnerstag beginnt mit dem Westschweizer Derby zwischen dem Genève-Servette HC und dem Lausanne HC die Meisterschaft in der höchsten Schweizer Eishockeyliga (National League). Durch den Rücktritt von Oliver Kamber und die aktuelle Arbeitslosigkeit von Kevin Schläpfer (die «Volksstimme» berichtete jeweils) ist nur noch ein Oberbaselbieter auf höchstem Niveau tätig: Der Buckter Ralph Stalder spielt beim HC Fribourg-Gottéron um die Play-off-Teilnahme. Eine Woche später greifen mit Luca Camperchioli (Visp) und Marc Grieder (Olten) zwei Ex-ZSler in der neu benannten Nationalliga B, der Swiss League, in den Meisterschaftsbetrieb ein.

Bis auf der Sissacher Kunsteisbahn Eishockey gespielt wird, dauert es hingegen noch etwas länger. Die Meisterschaft der ersten Mannschaft des EHC Zunzgen-Sissach beginnt erst am 14. Oktober. Und auch im Eistraining sind die Spieler noch nicht zu beobachten: Die Zweitligisten trainieren im Exil in Sursee, die Frauen und der Nachwuchs in Laufen und Olten.

In Sissach wird am 23. September geeist: «Es hat in den vergangenen Tagen geregnet. Wir hoffen, es ist genügend Wasser im Bach, damit wir eisen können», sagt ZS-Sportchef Ruedi Müller. Die Aussentemperatur sei weniger entscheidend.

Neben dem Fanionteam führt ZS kommende Saison nach vier Jahren Pause auch wieder eine zweite Mannschaft (die «Volksstimme» berichtete). Sie wurde von mehreren ehemaligen Spielern gegründet, soll aber auch Junioren aufnehmen, für die es bei ZS diese Saison wegen zu weniger Spieler keine Mannschaft gibt.

Alternativ wurde den Jungen angeboten, die Pausensaison in Rheinfelden oder Olten zu überbrücken. In einem Jahr sollen sie wieder in Sissach ein Team bilden. «Der Novizen-Jahrgang, der dann nachstösst, ist gross genug. Wir sind überzeugt, 2018/19 wieder eine Juniorenmannschaft zu stellen», sagt Sportchef Müller.

Auch Lausen mit zwei Aktivteams

Nach der Ankündigung, dass der EHC Zunzgen-Sissach eine zweite Aktivmannschaft in der vierten Liga in die Meisterschaft schicken will, durfte man gespannt sein, welche Auswirkungen dies auf den EHC Lausen haben würde. Der Kern der ehemaligen Lausner Drittligisten hatte sich Ende Saison entschieden, einen Schritt zurückzumachen und nur noch in der vierten Liga anzutreten. Für diese erfahrenen Spieler musste Ersatz gefunden werden und im Dunstkreis des neuen Sissacher «Zwöi» gab es einige Kandidaten, denen man diese Aufgabe durchaus zugetraut hätte.

So sprach denn Lausen-Präsident David Salathé im Mai auch davon, dass er sich eine etwas andere Zusammenarbeit mit ZS gewünscht hätte. Salathé gibt nun aber vor der neuen Saison Entwarnung. Zusätzlich zur üppig besetzten Viertliga-Mannschaft werde der Verein auch eine Mannschaft in der dritten Liga stellen können: «Wir konnten die Routiniers in etwa ersetzen. Es sollte für die Saison reichen, aber wir sind offen für Verstärkungen.»

Alles zur Saisonvorbereitung des EHC Zunzgen-Sissach und des EHC Lausen in der «Volksstimme» vom Donnerstag.

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