Die Nachhaltigkeitsinitiative der SVP ist brandgefährlich, weil sie ein verbreitetes Unbehagen anspricht, dagegen aber schädliche Massnahmen vorlegt. Ein ungezügeltes Wachstum ist nicht gut für unser Land. Die Schweiz muss umdenken von einem quantitativen hin zu einem ...
Die Nachhaltigkeitsinitiative der SVP ist brandgefährlich, weil sie ein verbreitetes Unbehagen anspricht, dagegen aber schädliche Massnahmen vorlegt. Ein ungezügeltes Wachstum ist nicht gut für unser Land. Die Schweiz muss umdenken von einem quantitativen hin zu einem qualitativen Wachstum. Nicht «immer mehr und immer grösser», sondern das Bestehende besser nutzen und gerechter verteilen!
Das geht aber nur miteinander und nicht gegeneinander: Die Vielfalt der Bevölkerung ist die Stärke der Schweiz. Erstens müssen die Zugewanderten einbezogen werden, um mit den Einheimischen eine nachhaltige Entwicklung zu gestalten. Zweitens braucht es eine verlässliche Zusammenarbeit mit unseren Nachbarländern. Die verfassungsmässige Übergangsbestimmung, wenn die ständige Wohnbevölkerung vor 2050 9,5 Millionen überschreitet, wichtige internationale Verträge sobald als möglich zu kündigen, ist Gift für jede Kooperation. Und drittens wird das Völkerrecht heute von vielen Diktaturen infrage gestellt. Wenn die Schweiz hier mitmacht, sendet sie ein fatales Signal in eine unsicher gewordene Welt.
Seien wir stolz auf Schweizer Werte wie das Internationale Rote Kreuz und die Genfer Konventionen, den Kern des humanitären Völkerrechts! Tragen wir Sorge zu dem, was uns stark macht und nutzen wir unser Stimmrecht für ein klares Nein.
Dieter Zellweger, Oberwil, und Hans Sutter, Sissach (pensionierte Pfarrer)