Jeden Tag hört (Radio), liest (Zeitungen, Online-Medien) und sieht (Fernsehen) man Beiträge über die SVP-Initiative. Befürworter und Gegner haben mit ihren Argumenten zum Teil recht. Für mich gilt bei dieser Vorlage ein altbekannter bürgerlicher Spruch: Das ...
Jeden Tag hört (Radio), liest (Zeitungen, Online-Medien) und sieht (Fernsehen) man Beiträge über die SVP-Initiative. Befürworter und Gegner haben mit ihren Argumenten zum Teil recht. Für mich gilt bei dieser Vorlage ein altbekannter bürgerlicher Spruch: Das Begehren ist zwar berechtigt, aber das Vorgehen und die Zeit sind falsch. Das Vorhaben hat einige kaum abschätzbare Risiken. Was passiert wirklich, wenn der Bund dereinst die Zuwanderung stoppen muss? Gemäss dem SVP-Präsidenten Dettling wird es kein Problem sein, 40 000 Einwanderer zu holen, wenn diese benötigt werden. Vermutlich holen sie diese ab einem Gestell bei Lidl oder Aldi. Die Gegner der Initiative gegen davon aus, dass die Schweiz ohne Einwanderung nicht mehr wachsen kann.
Für mich zeigte sich in den vergangenen Jahren immer wieder, dass die Theorien des ewigen Wachstums nicht realisierbar, bezahlbar und schon gar nicht wünschenswert sind. Man kann es kehren und wenden, wie man will. Eine Lösung des Zuwanderungsproblems wäre nur möglich, wenn wir die Uhren 50 Jahre zurückdrehen könnten. Dass wir es dann aber besser machen würden, ist nicht anzunehmen. Wir, die Politik, die Verwaltungen und das Volk, sind dem ewigen Wachstum und dem immer besser und einfacheren Leben auf den Leim gekrochen.
Wir alle wissen um die Probleme unserer Zeit. Wir wissen auch, was wir zur Verbesserung der Situation tun könnten, sogar müssten, wir vergessen aber leider immer wieder, dass man auch machen muss! Zu hart die Eingriffe, auf zu vieles wird Rücksicht genommen. Und vor allem: Nicht bei mir, die anderen sollen zuerst! Wenn ich könnte, würde ich auf dem Stimmzettel Jein schreiben. Weil das aber nicht geht, bleibt für mich nur das Nein! Die Risiken bei einer Annahme sind mir viel zu gross.
Walter Mägerli, Läufelfingen