Frau Mettler, welche Bedeutung messen Sie der «Ville des Arts» aus Kultureller Sicht bei?
Helena Mettler: Die Biennale hat sich als ein wichtiges Kunstformat im ländlichen Raum etabliert. Es gelingt dem Kuratorenteam, das historische Städtchen ...
Frau Mettler, welche Bedeutung messen Sie der «Ville des Arts» aus Kultureller Sicht bei?
Helena Mettler: Die Biennale hat sich als ein wichtiges Kunstformat im ländlichen Raum etabliert. Es gelingt dem Kuratorenteam, das historische Städtchen temporär in einen offenen Kunstraum zu verwandeln und damit auch neue Publikumsschichten zu erreichen. Die Verbindung von bildender Kunst mit dem öffentlichen Raum stärkt die kulturelle Sichtbarkeit der Region, weit über die Grenzen Waldenburgs hinaus.
Wie fallen die Rückmeldungen aus, die Sie bisher erhalten haben?
Die Rückmeldungen von Kunstschaffenden und Besuchenden waren zumeist sehr positiv. Immer wieder erwähnt wird der niederschwellige Zugang, da die ausgestellten Werke ohne institutionelle Hürden, die häufig abschreckend wirken, erlebt werden können. Der öffentliche Raum bietet gegenüber dem klassischen Setting in einem Ausstellungsraum überraschende Interventionen, welche die bestehenden Strukturen aufnehmen und dem Alltäglichen einen völlig neuen Kontext verleihen.
Was freut Sie an der Ausstellung?
Die «Ville des Arts» entspricht in mehreren Punkten den kulturpolitischen Anliegen des Kantons, indem sie einen niederschwelligen Zugang bietet und zur kulturellen Grundversorgung in den Gemeinden beiträgt. Da ich frisch zugezogen bin, freue ich mich sehr darauf, Waldenburg anlässlich der Biennale näher kennenzulernen – insbesondere im Dialog mit den künstlerischen Arbeiten. Zudem bin ich gespannt auf zahlreiche interessante Begegnungen mit den teilnehmenden Kunstschaffenden aus dem In- und Ausland und den vielen interessierten Besuchenden.