Nein zur neuen Ortsdurchfahrt
Am 14. Juni stimmen wir über die neue Ortsdurchfahrt in Birsfelden ab. Wir im Oberbaselbiet sind zwar nicht direkt betroffen, aber zahlen muss der Kanton. 80 Millionen für ein Projekt, das ein Grossteil der Bevölkerung von ...
Nein zur neuen Ortsdurchfahrt
Am 14. Juni stimmen wir über die neue Ortsdurchfahrt in Birsfelden ab. Wir im Oberbaselbiet sind zwar nicht direkt betroffen, aber zahlen muss der Kanton. 80 Millionen für ein Projekt, das ein Grossteil der Bevölkerung von Birsfelden gar nicht will. Natürlich wünschen sich alle weniger Stau und sicherere Strassen. Aber 12 000 Fahrzeuge werden weiterhin täglich Birsfelden durchfahren. Und mehr Strassenbreite gibt es nicht zwischen den Häuserfassaden. Wieso müssen dann Veloschnellrouten da noch hineingezwängt werden? Attraktive Radwege könnten durch die Quartiere und dem Rhein entlanggeführt werden.
Will unser Regierungsrat mit grünen Ideologien den Verkehrsstau wegzaubern? Ein paar zusätzliche Bäume, nachdem die alten Bäume abgeholzt werden, künstlich generierte Bilder mit breiteren Fussgängerbereichen und Kaffeetischen, ja sogar mit Konzertbühnen mitten auf der Hauptstrasse und ein paar wenigen Autos sollen uns weismachen, dass Birsfelden zukünftig zur erholsamen Flaniermeile wird. Bleiben wir ehrlich: Ja zu Investitionen für ein tatsächlich verbessertes Nebeneinander von Verkehr und Lebensqualität. Aber mit falschen Bildern ein schlechtes, unausgereiftes Projekt als Fortschritt zu verkaufen, beweist, wie das Projekt «Neue Ortsdurchfahrt Birsfelden» realitätsferne Ideologien durchzwängen will. Deshalb stimme ich am 14. Juni klar Nein.
Fabienne Gindroz, Sissach