Die menschliche Schweiz schützen
Darum geht es gleich zweimal bei der eidgenössischen Abstimmung am 14. Juni: Zum einen will zum x-ten Mal eine fremdenfeindliche Initiative in die Verfassung schreiben, wer in unserem Land wohnen darf und dass Zugewanderte ...
Die menschliche Schweiz schützen
Darum geht es gleich zweimal bei der eidgenössischen Abstimmung am 14. Juni: Zum einen will zum x-ten Mal eine fremdenfeindliche Initiative in die Verfassung schreiben, wer in unserem Land wohnen darf und dass Zugewanderte weniger Rechte haben als wir Ansässigen. Das schafft eine feindselige Stimmung und bringt viel Verunsicherung und keine Lösung für unsere Probleme. Wir können doch anders: Uns freundschaftlich miteinander verbinden, uns kennen- und schätzen lernen in unserer Verschiedenheit. Wir können einander gönnen, hier unsere Existenz zu sichern und damit gemeinsam zum Wohl unseres Landes beitragen. Solche freundschaftliche Zusammenarbeit gibt Sicherheit und stärkt ein Land.
Zum anderen will unsere Regierung die wichtige Errungenschaft unseres Zivildienstes schwächen, der im Ernstfall unseres Alltags in entscheidenden Bereichen ein Segen ist: Motivierte Zivildienstleistende mit der Bereitschaft, anderthalbmal länger Dienst zu leisten im sozialen Bereich, tragen viel mehr zu unserer Sicherheit bei als solche, die zum bewaffneten Dienst in die Armee gedrängt werden und dies nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Auch hier können wir anders: Einen sinnvolleren Dienst in der Armee ermöglichen, damit dort hoch motivierte Dienstleistende nicht resigniert austreten und zum Zivildienst wechseln. Deshalb bei den Bundesvorlagen beherzt zweimal ein Nein einlegen.
Gertrud Bernoulli, Rümlingen