HERZBLUT

Di, 10. Jul. 2018

Warten und noch mal warten

Ich warte auf einen Brief. Seit April schon schau ich jeden Abend in freudiger Erwartung in den Briefkasten, um mir jeden Abend erneut zu sagen: «Morgen vielleicht.» Soweit, so gut; ich bin ein geduldiger Mensch.

Um diesen Brief zu erhalten, habe ich aber mittlerweile immerhin 2250 Franken bezahlt. Dass ich ihn erhalte, steht ausser Frage. Es wird wohl auch etwas Positives drin stehen, davon gehe ich zumindest aus. Aber dass es so lange dauert, nagt mir an manchen Tagen schon an den Nerven.

Besonders an jenem Tag vor einer Woche, als ich einen Brief in der Hand hielt, von dem ich meinte, er sei genau der Brief, auf den ich seit Monaten warte. Ich nahm ihn aus dem Briefkasten, zeigte ihn meiner Freundin («schau, schau, schau, da ist er») öffnete ihn und las.

Sie…

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